PKW4102 220 S und 220 SE "Ponton"-Coupés (W 180, W 128), 1956 - 1960

220 S und 220 SE "Ponton"-Coupés (W 180, W 128), 1956 - 1960

Zwei Monate, nachdem das letzte 220 Cabriolet A in Sindelfingen vom Band gelaufen war, wurde im September 1955 auf der Frankfurter IAA mit dem 220 Cabriolet A/C ein Nachfolgemodell präsentiert. Die elegant gezeichnete Neukonstruktion entsprach in ihrer technischen Konzeption weitestgehend der seit eineinhalb Jahren produzierten Limousine vom Typ 220 a, war aber auf einer um 120 mm verkürzten Rahmenbodenanlage aufgebaut. Als Lieferbeginn des ästhetisch besonders geglückten Cabriolets wurde das zweite Quartal 1956 angegeben. Dazu sollte es in dieser Form allerdings nicht mehr kommen - eine offene Variante des 220 a ging nie in Serie.

Das ab Juli 1956 produzierte Cabriolet basierte stattdessen auf dem im März vorgestellten Typ 220 S, der als Nachfolger des 220 a fungierte. Äußerlich war die neue Cabriolet-Variante mit dem in Frankfurt gezeigten Modell vollkommen identisch; eine Neuerung stellte jedoch der 100 PS starke Motor dar, den man unverändert aus der 220 S Limousine übernommen hatte. Mit diesem Aggregat war das Cabriolet, das wegen der notwendigen Karosserieversteifungen gut 60 kg schwerer ausfiel als die Limousine, adäquat motorisiert. Drei Monate nach dem Cabriolet kam auch eine Coupé-Variante auf den Markt, die bis auf das feste Dach der offenen Version entsprach.

Im August 1957 wurden unter dem Motto "Noch wertvoller, aber nicht teurer" von fast allen Typen des Pkw-Programms verbesserte Varianten präsentiert; auch das 220 S Coupé und Cabriolet hatte man einer Modellpflege unterzogen, aus der beide Typen mit dezenten Modifikationen und einer auf 106 PS erhöhten Motorleistung hervorgingen. Äußerlich sichtbar waren lediglich die Änderung der vorderen Stoßstange mit der Kennzeichenblende sowie die modifizierte Beleuchtung des hinteren Kennzeichens, die - wie bei den Limousinen - in die Stoßstangenhörner verlegt worden war. Eine bemerkenswerte Neuerung war der ebenfalls im August 1957 vorgestellte hydraulische Kupplungsautomat "Hydrak", mit dem Coupé und Cabriolet auf Wunsch ausgestattet werden konnten.

Ab September 1958, zum gleichen Zeitpunkt wie die Limousine, wurden beide Varianten auch als 220 SE mit Benzineinspritzung angeboten. Bis auf den Motor entsprachen die intern W 128 genannten Coupés und Cabriolets weitestgehend ihren vergaserbestückten Schwestermodellen vom Typ 220 S. Das 2,2-l-Sechszylinder-Aggregat unterschied sich nur in der Gemischaufbereitung, die wie beim 300 d über intermittierende Saugrohreinspritzung erfolgte, vom bewährten Motor des 220 S; die Leistung konnte auf 115 PS gesteigert werden. Die verbesserten Fahrleistungen und der etwas günstigere Kraftstoffverbrauch des Einspritzers mußten allerdings mit einem Mehrpreis von 1.900,- DM erkauft werden. Für weitere 450,- DM war auf Wunsch der hydraulische Kupplungsautomat "Hydrak" lieferbar.

Im August 1959 wurden drei völlig neu konstruierte Sechszylindermodelle mit Heckflossenkarosserie präsentiert, und die Produktion der Ponton-Limousinen vom Typ 219, 220 S und 220 SE lief im gleichen Monat aus. Weitergebaut wurden Cabriolet und Coupé, allerdings nur noch als 220 SE; die letzten vergaserbestückten Varianten verließen das Werk im Oktober 1959. Ab August 1959 kam in beiden Modellen der modifizierte Einspritzmotor des Typs 220 SEb zum Einsatz, der dank gerader Ansaugrohre und einer steileren Nockenwelle nun eine Leistung von 120 PS mobilisierte.

Im November 1960 endete schließlich auch die Produktion des 220 SE Coupés und Cabriolets; als Nachfolger wurden im Februar 1961 ein neues Coupé und im August 1961 ein neues Cabriolet vorgestellt. Mit insgesamt 5.371 gebauten Fahrzeugen, davon 1.942 mit Einspritzmotor, gehören die "Ponton"-Coupés und -Cabriolets zu den selteneren Modellen der Daimler-Benz Nachkriegsproduktion.

Mercedes-Benz Typ 220 SE Coupé mit Schiebedach, 1958-60
SI57841
220 SE Coupé
Mercedes-Benz Typ 220 S Coupé, 1956-1957 (mit Kennzeichenleuchten der ersten Ausführung)
74017
MB Typ 220 S Coupé
Mercedes-Benz 220 S Coupé, 1956 - 1957, vordere Stoßstange der ersten Ausführung
74091
Mercedes-Benz 220 S
Mercedes-Benz 220 S Coupé
"Ponton-Mercedes", 1956 - 1959
74096
Mercedes-Benz 220 S
Mercedes-Benz CL-Klasse, Baureihe 216, präsentiert 2006 zusammen mit Vorgängermodellen in der Tradition der großen Coupés. Von vorn nach hinten: CL 500, Baureihe 216, 2006, CL 600, Baureihe 215 (1999 - 2006), Coupé der Baureihe 140 (Coupés 1992 - 1998). Dann der Typ 560 SEC (1985 - 1991, Coupés der Baureihe 126 von 1981 - 1991), das 280 SE 3.5 Coupé (1969 - 1971, Coupés der Baureihe 111 von 1961 - 1971), das 220 S Coupé (Baureihe 180, 1956 - 1959, Coupés der Baureihen 180/128 von 1956 - 1960), sowie der Typ 300 S (Baureihe 188, 1951 - 1958) in der späten Ausführung (auch als "300 Sc" bezeichnet), von dem es nur 98 Exemplare gab.
00107050
CL-Klasse, Coupé - C 216, mit Vorgängermodellen seit 1951
Mercedes-Benz CL 500, Baureihe 216, und Vorgängermodell, 220 S Coupé, Baureihe 180, 1956 - 1959, insgesamt 1.251 produzierte Exemplare, im Foto-Vergleich 2006. CL 500, Version 2006: Leder PASSION Saharabeige/Schwarz (805), Holzausführung Wurzelnuss glänzend (Code 731), Schiebe-Hebe-Dach elektrisch in Glasausführung mit PRE-SAFE®-Schließfunktion (Serienausstattungen). Sonderausstattungen: 19-Zoll-Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design (Code R47), KEYLESS-GO (Code 889), Lenkrad in Holz-Leder-Kombination (Code 289), Sprachbedienungssystem LINGUATRONIC (Code 813). 220 S Coupé (Version ab September 1957), serienmäßig mit Polsterung Leder. Sonderausstattungen: Kopfstütze rechts (abnehmbar), Stahlschiebedach, Weißwandreifen.
00096545
CL 500, Coupé - C 216, mit Vorgänger 220 S Coupé - W 180
Mercedes-Benz CL 500, Baureihe 216, und Vorgängermodell, 220 S Coupé, Baureihe 180, 1956 - 1959, insgesamt 1.251 produzierte Exemplare, im Foto-Vergleich 2006. CL 500, Version 2006: Leder PASSION Saharabeige/Schwarz (805), Holzausführung Wurzelnuss glänzend (Code 731), Schiebe-Hebe-Dach elektrisch in Glasausführung mit PRE-SAFE®-Schließfunktion (Serienausstattungen). Sonderausstattungen: 19-Zoll-Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design (Code R47), KEYLESS-GO (Code 889), Lenkrad in Holz-Leder-Kombination (Code 289), Sprachbedienungssystem LINGUATRONIC (Code 813). 220 S Coupé (Version ab September 1957), serienmäßig mit Polsterung Leder. Sonderausstattungen: Kopfstütze rechts (abnehmbar), Stahlschiebedach, Weißwandreifen.
00106987
CL 500, Coupé - C 216, mit Vorgänger 220 S Coupé - W 180
Mercedes-Benz CL 500, Baureihe 216, und Vorgängermodell, 220 S Coupé, Baureihe 180, 1956 - 1959, insgesamt 1.251 produzierte Exemplare, im Foto-Vergleich 2006. CL 500, Version 2006: Leder PASSION Saharabeige/Schwarz (805), Holzausführung Wurzelnuss glänzend (Code 731), Schiebe-Hebe-Dach elektrisch in Glasausführung mit PRE-SAFE®-Schließfunktion (Serienausstattungen). Sonderausstattungen: 19-Zoll-Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design (Code R47), KEYLESS-GO (Code 889), Lenkrad in Holz-Leder-Kombination (Code 289), Sprachbedienungssystem LINGUATRONIC (Code 813). 220 S Coupé (Version ab September 1957), serienmäßig mit Polsterung Leder. Sonderausstattungen: Kopfstütze rechts (abnehmbar), Stahlschiebedach, Weißwandreifen.
00107030
CL 500, Coupé - C 216, mit Vorgänger 220 S Coupé - W 180
Der Mercedes-Benz 220 SE (W 111/112) von 1961 war das weltweit erste Coupé mit Sicherheitskarosserie nach dem Patent von Béla Barényi.

Abgebildet vorne das 280 SE 3.5 Coupé (Baureihe 111, Coupés 1961 - 1971). Hinten das 220 S Coupé (1956 - 1959, insgesamt 1.251 produzierte Exemplare), Baureihe 180. Abgebildet ist die Version ab September 1957. Aufnahme aus dem Jahr 2006.
06C2553_120
Mercedes-Benz Coupés 280 SE 3.5 - W 111 und 220 S - W 180
Lade...