PKW4522 C-Klasse Sportcoupés der Baureihe 203, 2004 - 2007

C-Klasse Sportcoupés der Baureihe 203, 2004 - 2007

Im Februar 2004, vier Jahre nach ihrem Start, wertete Mercedes-Benz die erfolgreichen Sportcoupés der C-Klasse zusammen mit Limousine und T-Modell hinsichtlich Technik, Ausstattung und Design deutlich auf. Der Zweitürer hatte sich mit seinem eigenständigen Auftritt innerhalb der Modellfamilie erfolgreich als temperamentvoller „Youngster" etabliert, der die Charaktermerkmale Dynamik und Design in besonderer Weise betonte. Fahrwerk, Lenkung und Sechsgang-Schaltgetriebe wurden im Rahmen der Modellpflege noch sportlicher abgestimmt, um ein noch agileres Fahr-Erlebnis zu bieten. Die kompakten Abmessungen der Karosserie und die kraftvollen Proportionen bestimmten nach der Modellpflege noch stärker als bisher das sportlich-dynamische Erscheinungsbild.

Die neue Generation des Sportcoupés der C-Klasse trat mit mittlerweile sechs Vierzylindermotoren an - darunter drei Direkteinspritzer: Ein Ottomotor im C 200 CGI und zwei Diesel-Aggregate im C 200 CDI und C 220 CDI. Die Leistung des C 220 CDI stieg ab Frühjahr 2004 gegenüber dem Vorgänger um 5 kW (7 PS) auf 110 kW (150 PS). Außerdem gab es das Sportcoupé mit einem CDI-Fünfzylinder aus dem Hause Mercedes-AMG im C 30 CDI AMG sowie mit einem V6-Triebwerk im C 320.

Durch die Modellpflege präsentierte sich das Sportcoupé der C-Klasse ab Frühjahr 2004 noch jugendlicher und noch dynamischer. Dazu trug zum Beispiel der Frontstoßfänger bei: Er akzentuierte durch den vergrößerten unteren Lufteinlass und dessen neue Lamellenstruktur anstelle des bisher eingesetzten Rautengitters das kraftvolle Erscheinungsbild noch deutlicher als bisher. Die breitere Spur (1505 Millimeter statt bisher 1465 Millimeter) prägte ebenfalls die neue, energiegeladene Front-Optik des Sportcoupés.

Die für Coupés von Mercedes-Benz typische Kühlermaske hatte die Designer leicht modifiziert und einen flacheren Winkel gewählt. Die mit den Sportpaketen EVOLUTION und EVOLUTION AMG ausgestatteten Modelle boten als weitere Besonderheit eine spezielle Lackierung in Brillantsilber und eine Lochstruktur für die Lamellen der Kühlermaske. Vom Frühjahr 2004 an glänzten die - von der Gestaltung der Limousine und des T-Modells abgehobenen - Scheinwerfer durch die brillante Klarglas-Optik der Abdeckscheiben. Das gleiche Gestaltungsthema übertrugen die Gestalter auch auf die seitlichen Blinkleuchten in den Spiegelgehäusen und die serienmäßigen Nebelscheinwerfer, die in Verbindung mit der Bi-Xenon-Technik für Fern- und Abblendlicht auf Wunsch auch als Abbiegelicht fungierten.

Das Seiten-Design der Coupé-Karosserie blieb unverändert, erhielt jedoch neu gestaltete Radzierblenden und Leichtmetallräder. Die beiden Sportpakete umfassten nun Leichtmetallräder im Sieben- beziehungsweise Fünf-Speichen-Design. Ein auf Wunsch erhältliches, neues Chrompaket wertete Stoßfänger, seitliche Schutzleisten und Türgriffe durch Chromleisten auf.

Im Innenraum überarbeiteten die Gestalter unter anderem Instrumententafel, Mittelkonsole, Bedienelemente und Sitze, um Wertanmutung und Komfort des Innenraums weiter zu steigern. Im Mittelpunkt des neuen Cockpit-Designs stand ein formschönes Dreispeichen-Lenkrad, das durch seine silberfarbenen Taster besondere Akzente setzte. Das neu gestaltete Kombi-Instrument war ein weiterer Blickfang im Cockpit des Sportcoupés. Vier weiß beleuchtete Rundinstrumente mit dezenten Chromumrandungen, schwarzen Zifferblättern, weißen Zeigern und übersichtlicher Typografie entsprachen dem Design hochwertiger Chronometer, das bereits auf den ersten Blick die anspruchsvolle Technik und die hohe Präzision der Instrumente visualisierte. Noch markanter war das Kombi-Instrument in den EVOLUTION-Modellen des Sportcoupés. Hier hoben sich die Chromumrandungen der Rundinstrumente noch deutlicher von den Zifferblättern ab; sie waren etwas nach vorne gezogen und im unteren Bereich abgeschrägt. Auf diese Weise bewirkten sie einen optisch interessanten Tiefen-Effekt. Die Mittelkonsole erhielt schließlich neue Schalter und Regler sowie hochwertige Zierteile, in den Sportcoupés mit EVOLUTION und EVOLUTION AMG-Paket krönte außerdem eine spezielle Aluminium-Abdeckung die Mittelkonsole. Die sportiven Sitze des Sportcoupés erhielten einen neuen Stoffbezug, der in Schwarz oder Alpakagrau erhältlich war.

Mercedes-Benz baute die Motorpalette des erfolgreichen Zweitürers nach der Modellpflege konsequent weiter aus. Als agiles Einstiegsmodell diente von Ende 2004 an der C 160 mit einem 90 kW (122 PS) starken Vierzylinder-Ottomotor. Die größte Veränderung bei den Motoren des C-Klasse Sportcoupés brachte jedoch die Einführung neuer V6-Aggregate im Mai 2005: Bei den Benzinern war modernste Sechszylinder-Technologie ab Mitte 2005 in den Typen C 230 (150 kW/204 PS) und C 350 (200 kW/272 PS) lieferbar. Mit dem Einsatz dieser neuen Sechszylinder verringerte sich der Benzinverbrauch gegenüber den Vorgängermodellen um bis zu 13 Prozent. Den C 230 mit V6-Motor bot Mercedes-Benz preisgleich zum bisherigen Vierzylinder C 230 KOMPRESSOR an, der ebenso aus dem Programm genommen wurde wie der C 200 CGI. Gegenüber dem Vorgängermodell zeichnete sich der C 230 durch ein Leistungsplus von 9 kW (12 PS) aus, was sich durch noch mehr Agilität und Fahrspaß bemerkbar machte - bei der typischen Laufruhe und dem Fahrkomfort eines Sechszylinders. Serienmäßig war der C 230 mit Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet, auf Wunsch war die Siebengang-Automatik 7G-TRONIC lieferbar. Klima-Automatik THERMATIC, Windowbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn und hinten sowie Multifunktions-Lenkrad waren weitere Bestandteile der umfangreichen Serienausstattung.

Das Sportcoupé, das seit Frühjahr 2001 zur Modellfamilie der C-Klasse gehört hatte, wurde bis zum September 2006 insgesamt 283 000 mal verkauft. Nach der Premiere der neuen C-Klasse-Limousine W 204 auf dem Internationalen Automobilsalon 2007 in Genf blieb das zweitürige Sportcoupé der Baureihe 203 - ebenso wie das T-Modell - weiter im Verkaufsprogramm. Im Frühjahr 2008 löste dann der Mercedes-Benz CLC das Sportcoupé der C-Klasse ab. Während der CL 203 weiterhin als technische Basis des neuen Typs diente, punktete der CLC mit einem komplett überarbeiteten Design und rund 1100 neuen oder weiterentwickelten Bauteilen im ganzen Fahrzeug. Rund 320 000 Kunden hatten sich seit 2001 für ein Sportcoupé der Baureihe 203 entschieden, etwa 70 Prozent davon waren Mercedes-Benz Neukunden.

Mercedes-Benz C 320 Sportcoupé, Baureihe 203, Version 2004. Aventurinorange metallic, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, Sportpaket EVOLUTION mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern, flacher gestellten Kühlerlamellen in gelochtem Design, Türgriffen in Wagenfarbe sowie vergrößerter Edelstahl-Auspuffblende, Panorama-Schiebedach (Sonderausstattungen). DTM-Fahrer Christijan Albers (Niederlande), DTM-Vizemeister 2003.
C2003CD9835-31
C 320 Sportcoupé - CL 203, Christijan Albers
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