PKW9000000106 E-Klasse Coupés der Baureihe 207, 2013 - 2016

E-Klasse Coupés der Baureihe 207, 2013 - 2016

Auf dem Genfer Autosalon im März 2013 präsentierte Mercedes-Benz alle E-Klasse Varianten, darunter die erfolgreich am Markt etablierten Coupés, in umfassend modellgepflegter Form. Die Überarbeitung betraf sowohl das äußere Erscheinungsbild wie auch zahlreiche technische Bereiche. Optisch aufgefrischt und an die aktuelle Mercedes-Benz Formensprache angepasst, präsentierte sich die Frontgestaltung der Zweitürer mit neuen, über Abblend-LED Licht verfügenden Scheinwerfern sowie einem ebenfalls neuen, stärker gepfeilten Stoßfänger mit großen Lufteinlässen. Während die Fahrzeugflanken mit den charakteristisch konturierten hinteren Kotflügeln unverändert blieben, zeigte das Heck mit neuen Leuchteinheiten und modifiziertem Stoßfänger mit Zierelement in Chromoptik einen prägnanteren Auftritt als zuvor.

Das Interieur des Coupés wirkte durch die Verwendung edlerer Materialien, eine neu gestaltete Mittelkonsole ohne Wählhebel, das wahlweise in Holz- oder Aluoptik ausgeführte, großflächige Zierteil an der Instrumententafel sowie ein 3-Speichen-Multifunktionslenkrad noch hochwertiger. Einen besonderen optischen Akzent setzte die neue Analoguhr zwischen den Belüftungsdüsen. Eine neu zusammengestellte Palette von Lack- und Interieurfarben sowie attraktive Farbkombinationen verliehen dem E-Klasse Coupé besondere Individualität.

Analog zur E-Klasse Limousine und dem T-Modell hielten auch im Coupé die unter dem Oberbegriff „Intelligent Drive“ zusammengefassten Assistenzsysteme neuester Generation Einzug. Neben der bisher schon serienmäßigen Müdigkeitserkennung ATTENTION ASSIST gehörte nun auch COLLISION PREVENTION ASSIST, eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, zur Serienausstattung. Darüber hinaus stand eine Fülle weiterer, größtenteils weiterentwickelter Systeme optional bereit, darunter der Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUS mit Lenk-Assistent, der Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungsassistent, der nun auch Querverkehr und Fußgänger erkennen konnte, sowie die PRE-SAFE® Bremse, ebenfalls mit Fußgängererkennung, und PRE-SAFE® PLUS, das nun auch bei einer möglichen Heckkollision in Aktion treten konnte. Als weitere Sicherheits- und Komfortsysteme standen unter anderem der Aktive Spurhalte-Assistent, der Adaptive Fernlicht-Assistent PLUS, der Dauer-Fernlicht ohne Blendwirkung für den Gegenverkehr ermöglichte, der Aktive Park-Assistent und der Verkehrszeichen-Assistent bereit, der neben Tempobegrenzungs- nun auch Überholverbots- und Einfahrtverbotsschilder erkennen konnte.

Ein besonderer Schwerpunkt der Modellpflege lag auf einer aktualisierten Antriebstechnik. Zur Verfügung standen drei Benzin- und zwei Dieselmotoren neuester Generation – alle serienmäßig mit dem ECO Start-Stopp-System ausgerüstet. Die Effizienz-optimierten BlueDIRECT Ottomotoren der Vierzylinder-Baureihe M 274 stellten in den Modellen E 200 und E 250 beim identischen Hubraum von 2143 cm³ 135 kW/184 PS bzw. 155 kW/211 PS bereit. Die V6-Triebwerke der Baureihe M 276 leisteten als Saugmotor mit 3,5 Liter Hubraum 185 kW/252 PS im E 300 und 225 kW/306 PS im E 350 sowie im E 350 4MATIC – dem einzigen allradgetriebenen E-Klasse Zweitürer. In Biturbo-Ausführung waren sie als 3,0-Liter im E 320 auf 200 kW/272 PS und im E 400 als 3,0- und später als 3,5-Liter auf 245 kW/333 PS justiert. Unverändert als Topmotorisierung fungierte der 300 kW/408 PS starke V8 im E 500. Alle Triebwerke erfüllten die Abgasnorm Euro 6 und vereinten hohe Leistungsausbeute und souveräne Kraftentfaltung mit niedrigen Kraftstoff-Normverbrauchswerten und entsprechend günstigen CO₂-Emissionen.

Das Angebot an Dieselaggregaten umfasste zunächst zwei Vierzylinder im E 220 CDI bzw. E 250 CDI sowie den mit SCR-Technologie ausgestatteten 3,0-Liter-V6 im E 350 BlueTEC, der ebenfalls bereits gemäß Euro 6 zertifiziert war. Die Motorleistungen begannen bei 125 kW/170 PS respektive 150 kW/204 PS beim Vierzylinder OM 651 und reichten bis zu den 185 kW/252 PS des Sechszylinders OM 642, aus denen ab Herbst 2014 190 kW/258 PS wurden. Zum gleichen Zeitpunkt wurden auch die Vierzylinder-Dieseltriebwerke auf die emissionsmindernde SCR-Technologie umgestellt und erhielten in der Modellbezeichnung anstelle von „CDI“ nun den Zusatz „BlueTEC“. Exakt ein Jahr später, im September 2015, ersetzte dann im Rahmen einer umfassenden Reform der Modellnomenklaturen bei Mercedes-Benz ein einfaches „d“ für „Diesel“ das Kunstwort „BlueTEC“. Sämtliche Selbstzünder zeichneten sich durch einen besonders niedrigen Kraftstoffverbrauch aus, der sich, je nach Modell, gemäß dem gültigen Norm-Fahrzyklus durchschnittlich zwischen 4,3 und 5,7 l/100 km bewegte.

Die Kraftübertragung oblag mehreren Getriebevarianten: zum einen dem bekannten mechanischen 6-Gang-Getriebe, das serienmäßig ausschließlich im E 220 CDI und E 250 CDI sowie im E 200 eingebaut wurde. Das 7-Gang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS kam in diesen Modellen auf Wunsch zum Einsatz und zählte bei allen anderen Motorisierungsvarianten zum Serienumfang. Mit der Einführung der BlueTEC-Vierzylinder sowie des leicht erstarkten BlueTEC-Sechszylinders im September 2014 wurde erstmals das zur 9G-TRONIC weiterentwickelte, neunstufige Automatikgetriebe eingesetzt – bei den Vierzylindern als Option und beim E 350 BlueTEC als Serienausstattung. Es wartete mit weiter gesteigerter Effizienz auf und wirkte sich positiv auf die Verbrauchs- und Emissionswerte der Antriebsaggregate aus. Bedient wurden die Automatikgetriebe über den DIRECT SELECT-Wählhebel bzw. die DIRECT SELECT-Schaltwippen am Lenkrad.

Fahrwerkstechnisch bediente sich das E-Klasse Coupé auch nach der Modellpflege der bewährten technischen Konfiguration: Das serienmäßige AGILITY CONTROL-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem wurde unverändert übernommen. Ebenso standen auf Wunsch das AGILITY CONTROL-Sportfahrwerk mit strafferer Auslegung sowie das Fahrdynamik-Paket zur Verfügung. Alle neuen E-Klasse Coupés – mit Ausnahme des E 320, der erst im Frühjahr 2015 davon profitierte – waren serienmäßig mit der bei Limousine und T-Modell bereits eingeführten elektrisch unterstützten Direktlenkung ausgerüstet.

Mit aufgewerteter Ausstattung und erweiterten Funktionalitäten präsentierte sich das Angebot an Infotainmentsystemen im modellgepflegten Coupé auf der Höhe der Zeit. Das serienmäßige System Audio 20 verfügte nun zusätzlich über einen USB-Anschluss in der vorderen Mittelarmlehne, an den sich Endgeräte anschließen ließen. Nach wie konnte Audio 20 durch einen 6-fach CD-Wechsler sowie die kostengünstige Navigationslösung Becker®MAP PILOT aufgerüstet werden. Im als Sonderausstattung verfügbaren Multimediasystem COMAND Online war neben der bekannten Festplatten-Navigation inzwischen eine Notruf-Funktion sowie ein Internetanschluss integriert. Auf diese Weise wurde bei stehendem Fahrzeug freies Browsen oder der Zugriff auf die maßgeschneiderten Mercedes-Benz Apps möglich.

Zum Zeitpunkt ihrer Einführung lagen bei den Diesel-motorisierten Coupés die Bruttolistenpreise zwischen 44.268,00 Euro für einen E 220 CDI unan den d 53.312,00 Euro für einen E 350 BlueTEC. Die Benziner starteten bei 42.661,50 Euro, die für einen E 200 berechnet wurden, und kulminierten in den 70.805,00 Euro, für die ein E 500 zu haben war.

Im September 2015 wertete Mercedes-Benz alle E-Klasse Coupés vor allem in puncto Konnektivität noch einmal auf. Im Mittelpunkt stand eine umfassende Smartphone-Integration für die Infotainmentsysteme Apple® CarPlay® (für iPhone® Besitzer) und MirrorLink® aus. Unterstützt wurden beispielsweise bei Apple®CarPlay® die Anwendungen Telefonieren, Navigieren und Musikhören, das Empfangen und Senden von SMS und E-Mails sowie die Siri® Sprachbedienung. Ebenfalls neu war die aktuelle Live Traffic Verkehrsübersicht für das Grundgerät Audio 20 CD mit installiertem Garmin® MAP PILOT sowie für Fahrzeuge, die mit COMAND Online ausgerüstet waren.

Zeitgleich wurden für Coupé und Cabriolet zwei neue Editionsserien vorgestellt. Die Sondermodelle der „Sport Edition“ stellten einen besonders dynamisch zugeschnittenen Auftritt in den Mittelpunkt. Äußerlich setzten eine Frontschürze mit markanten Lufteinlässen, eine Lamelle in der Kühlerverkleidung in hochglänzendem Schwarz mit Chromeinlegern sowie spezielle Seitenschwellerverkleidungen visuelle Akzente. Ergänzt wurde das Optikpaket durch eine Heckschürze in Diffusoroptik, eine AMG Abrisskante in Wagenfarbe sowie eine zweiflutige Abgasanlage mit trapezförmigen Endrohrblenden. Exklusive, 18 Zoll messende AMG Leichtmetallräder, gelochte Bremsscheiben vorn, Bremssättel mit „Mercedes-Benz” Schriftzug und „Sport Edition“-Plaketten auf den beiden vorderen Kotflügeln waren ebenfalls Erkennungszeichen dieser Sondermodelle.

Für eine weitere Schärfung der Fahrdynamik sorgte das im Ausstattungsumfang enthaltene AGILITY CONTROL Sportfahrwerk mit sportlicher Feder-/Dämpfer-Abstimmung.

Im Innenraum nahmen die Passagiere auf mit schwarzem Leder gepolsterten Multikontursitzen Platz, deren jeweils kontrastfarbene Ziernähte sich auch an den Türmittelfeldern, der Armauflage sowie der Mittelkonsole wiederfanden. Auf Wunsch stand eine Ausstattung in schwarzem oder Naturbeige-farbenem Nappaleder zur Wahl. Zierelemente aus hellem Aluminium oder optional aus schwarz glänzendem Eschenholz, schwarzem Klavierlack oder dunklem Aluminium verliehen dem Interieur der Editionsmodelle ein sportlich-exklusives Ambiente. Weitere Ausstattungselemente, wie das mit Nappaleder bezogene Multifunktions-Sportlenkrad im 3-Speichen-Design, silberne Lenkradschaltpaddles, eine Sportpedalanlage sowie schwarz eingefasste Velours-Fußmatten mit dem Schriftzug „Sport Edition“, hoben die Individualität der „Sport Edition“-Modelle hervor. Darüber hinaus war ihnen die Sonderlackierung in Brillantblau metallic vorbehalten.

Das Ausstattungspaket war linear mit einem Bruttolistenpreis von 6092,80 Euro ausgewiesen und für alle E-Klasse Coupés außer dem E 500 verfügbar.

Allein auf diesen beschränkt blieben dagegen die Umfänge der „V8 Edition“. Zu den optischen Highlights des exklusiven Sondermodells zählten unter anderem titangrau lackierte und glanzgedrehte, 19 Zoll messende AMG Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design sowie „V8 Edition“-Plaketten auf den vorderen Kotflügeln. Die Sonderlackierungen Selenitgrau metallic und optional designo diamantweiß bright unterstrichen den mondänen Auftritt der Achtzylinder-motorisierten Coupés.
Im Ausstattungsumfang enthalten war das AGILITY CONTROL Sportfahrwerk mit wählbarem Modus für das adaptive Dämpfungssystem und spezifischer Abstimmung des „Sport“-Programms für das Automatikgetriebe. In dieser Konfiguration sorgte es für gesteigerte Agilität bei unverändert hohem Fahrkomfort.
Das Interieur hielt Multikontursitze mit 4-Wege-Lordosenstütze und Memory-Paket bereit, wobei letzteres auch die Einstellungen für Lenksäule und Außenspiegel beinhaltete. Die Passagiere genossen dank der PRE-SAFE® Positionierungs¬funktion besonderen Schutz bereits bei drohendem Unfallgeschehen. Weiterhin setzte die exklusive Nappalederpolsterung in den Farben Porzellan oder Classicrot mit schwarzen Kontrastpaspeln ebenso Akzente wie das unten abgeflachte Multifunktions-Sportlenkrad mit perforiertem Griffbereich und Kontrastziernähten in den Farben der Sitzpolsterung. Auf Wunsch war das Sportlenkrad auch in Holz-Leder-Ausführung erhältlich.

Auch Mittelkonsole und Instrumententafel waren in schwarzem Nappaleder bezogen, das Ziernähte in den Farbtönen Porzellan oder Classicrot aufwies; die ebenfalls mit Nappaleder ausgeschlagenen Türmittelfelder samt Armauflage waren dagegen in der Ausstattungsfarbe mit Ton-in-Ton-Ziernaht ausgeführt. Um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten, zeigten sich die Sicherheitsgurte sowie die Ziernaht der Velours-Fußmatten mit „V8 Edition“-Schriftzug wiederum in der jeweiligen Ausstattungsfarbe. Zu den Umfängen gehörte auch die Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC, die drei Klimazonen darstellen konnte und so auf allen Plätzen ein angenehmes Temperaturniveau gewährleistete.

Das „V8 Edition“-Paket wurde mit 9698,50 Euro berechnet. In diesem Preis war – wie auch bei der „Sport Edition“-Ausstattung – bereits die obligatorische Ausrüstung mit dem LED Intelligent Light System enthalten, das mit Fahrlicht, Fernlicht, Fahrtrichtungsanzeiger, Tagfahrlicht, Positionslicht und Abbiegelicht in LED-Technologie sowie variabler Lichtverteilung für Landstraße und Autobahn, aktiver Kurvenlichtfunktion, Abbiegelichtfunktion und erweitertem Nebellicht aufwartete.

Gegen Ende ihres Produktionszyklus erstreckten sich die Bruttolistenpreise der Diesel-motorisierten E-Klasse Coupés von 45.755,50 Euro für den E 220 d bis zu 54.204,50 Euro für den E 350 d. Bei den Benzinern reichte die Spanne von 43.554,00 Euro für den E 200 bis zu 71.697,50 Euro für das Spitzenmodell E 500.

In puncto Stückzahlen behielten die mit Vierzylinder-Ottomotor ausgestatteten Coupés bis zum Produktionsende ihre dominierende Stellung im Programm. Als unangefochten meistgebautes Modell wurde der E 250 vom E 200 abgelöst, der es bis Ende 2016 auf mehr als 21.800 Einheiten brachte. Rang zwei der Stückzahlstatistik belegte das E 250 Coupé mit nahezu 12.500 Fahrzeugen. Schlusslicht der Rangliste war der ab 2014 ins Programm genommene, Diesel-motorisierte E 250 BlueTEC (ab September 2015 als E 250 d angeboten), von dem bis November 2016 lediglich 664 Einheiten gebaut wurden. Die Gesamtstückzahlen der E-Klasse Coupés gingen von der Modellpflege bis zum Produktionsende auf knapp 80.300 Fahrzeuge zurück.

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