Fitch, John Cooper

  • Zuname
    Fitch
  • Vorname
    John Cooper
  • Geboren
    04.08.1917

Nicht weit entfernt von der berühmten Rennstrecke in Indianapolis geboren, kam John Fitch schon als Kind durch seinen Stiefvater George Spindler, Präsident des Automobilherstellers Stutz und aktiver Rennfahrer, mit dem Motorsport in Berührung. Am Zweiten Weltkrieg nahm Fitch in Europa als erfolgreicher Jagdflieger teil, das Kriegsende erlebte er in deutscher Kriegsgefangenschaft. 1948 eröffnete John Fitch in White Plains, N.Y., eine Vertretung für MG-Sportwagen. 1950 baute er sich aus einem Fiat 1100-Chassis und einem Ford V 60-Motor einen eigenen Rennwagen auf, den Fitch Type B. Bei einer Teilnahme an 13 Rennen konnte Fitch im Folgejahr 10 Klassen- sowie 6 Gesamtsiege für sich verbuchen. In dieser Zeit wurde der rennbegeisterte Millionär Briggs Cunningham auf ihn aufmerksam und ließ Fitch für sein Rennteam an verschiedenen nationalen und internationalen Rennveranstaltungen teilnehmen. Darunter waren auch die 24-Stunden von Le Mans, wo die Mercedes-Benz Rennleitung erstmalig auf ihn aufmerksam wurde. Anläßlich des Großen Preises von Deutschland 1952 startete John Fitch auf einem Porsche 1500 und wurde Vierter in seiner Klasse. Die am Folgetag stattfindenden Proberunden auf einem Mercedes-Benz 300 SL überzeugten letztendlich Rennleiter Alfred Neubauer, der ihn als Werksfahrer für die Carrera Panamericana 1952 verpflichtete. Während der 6. Etappe des Rennens wurde Fitch jedoch wegen "Inanspruchnahme fremder Hilfe" disqualifiziert, als er unmittelbar nach dem Start noch einmal wegen technischer Probleme seines W 194 in die Garage zurückkehrte.
Bei der Mille Miglia 1955 holte John Cooper Fitch für das Stuttgarter Unternehmen den Sieg in der GT-Klasse. Fitch startete im schwarzen 300 SL mit der Nr. 417, also um 4 Uhr 17 morgens und kreuzte nach 11 Stunden und 29 Minuten am Nachmittag die Ziellinie in Brescia. Mit seiner Zeit erreichte der Amerikaner den fünften Platz im Gesamtklassement. Nach dem Rückzug von Mercedes-Benz aus dem Motorsport wechselte Fitch als Fahrer und Teammanager zu Chevrolet und wurde bald darauf Direktor der neu errichteten Rennstrecke Lime Rock Park in Connecticut. 1960 nahm er zusammen mit Briggs Cunningham erneut in Le Mans teil und erzielte auf einer Corvette einen 8. Platz. Im Alter von 48 Jahren fuhr John Fitch 1966 auf einem Porsche 904 in Sebring sein letztes Rennen, bevor er sich vollständig auf seine neue Arbeit als Designer und Entwickler bei Chevrolet, u. a. für den Corvair, konzentrierte.

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