Emerson Fittipaldi

Emerson Fittipaldi
  • Nachname
    Fittipaldi
  • Vorname
    Emerson
  • Geburtsdatum
    12.12.1946

Nach ersten Rennerfahrungen auf zwei Rädern und auf dem Wasser bei Hydrofoil-Wettbewerben steigt der in São Paulo geborene Brasilianer in den Kartsport ein, wird 1967 nationaler Meister der Formel V und unternimmt 1969 den Sprung nach Europa. Auf Anhieb gewinnt er die britische Formel-3-Meisterschaft und fährt bereits ein Jahr später auf einem Lotus 69 in der europäischen Formel-2-Trophy, die er hinter Clay Regazzoni und Derek Bell auf dem dritten Platz beendet.

Aufgrund überzeugender Testfahrten im Frühjahr 1970 nimmt ihn Lotus-Chef Colin Chapman als dritten Fahrer in sein Formel-1-Team. Nach dem tödlichen Unfall von Jochen Rindt in Monza findet er sich unvermittelt in der Position der Nummer eins, überdies am Lenkrad eines Lotus 72 und damit des überlegenen Formel-1-Wagens seiner Zeit. Fittipaldi absolviert sechs Grands Prix, wird in seinem zweiten Rennen Vierter und gewinnt bereits sein fünftes Rennen, den Lauf in Watkins Glen.

1972 holt er sich, nach wie vor in Lotus-Diensten, seinen ersten WM-Titel. In der Folgesaison wird er hinter Jackie Stewart Zweiter, wechselt für die neue Saison zu McLaren und kann 1974 erneut die Fahrerweltmeisterschaft für sich entscheiden. Nach einem zweiten Rang hinter Niki Lauda im Endklassement 1975 verlässt er McLaren und folgt dem Ruf der Heimat. Er steigt als Fahrer in das Formel-1-Projekt seines älteren Bruders Wilson ein. Auf dem nicht konkurrenzfähigen Copersucar-Fittipaldi führt er während dreier frustrierender Saisons ein Hinterbänklerdasein. Ab 1978 heißt das Team Fittipaldi Automotive, aber die Ergebnisse bessern sich nicht, sodass der Brasilianer eine dreijährige Rennpause einlegt.

1984 gibt der inzwischen 38-Jährige nicht mehr in der Formel 1, sondern der amerikanischen Indy-Car-Serie sein Comeback. Nach einem ersten Laufsieg 1985 folgt 1989 die Meisterschaft, bei der er auch – wie vier Jahre später noch einmal – die 500 Meilen von Indianapolis für sich entscheiden kann.

1990 verpflichtet ihn das Team Penske, wo ihm nach guten Platzierungen 1993 und 1994 jeweils die Vizemeisterschaft gelingt, 1994 bereits mit einem von Ilmor bereitgestellten Mercedes-Benz Triebwerk als Antriebsaggregat im Penske PC 23. Auch 1995 ist er bei Penske unter Vertrag, erlebt aber trotz eines Sieges im PC 24 mit Platz 11 in der Fahrerwertung ein enttäuschendes Jahr. 1996 wechselt Fittipaldi in den Rennstall Hogan Penske, verunglückt vier Rennen vor dem Saisonende schwer und muss in der Folge seine langjährige Formelsport-Karriere beenden. Zwölf Jahre später, 2008, nimmt er zusammen mit seinem Bruder Wilson noch einmal auf einem Porsche 911 an der brasilianischen GT3-Meisterschaft teil.

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