Klenk, Hans

Klenk, Hans
  • Zuname
    Klenk
  • Vorname
    Hans

Hans Klenk wurde am 18. Oktober 1919 im hohenlohischen Künzelsau geboren und begann bereits als Elfjähriger in seinem Heimatort Schwäbisch-Hall-Hessental mit der Segelfliegerei. Ein persönlicher Kontakt zum berühmten Flugzeugkonstrukteur Willy Messerschmitt hielt Klenk vom Berufswunsch Chirurg ab und er begann in München ein Studium der Flugzeug- und Automobiltechnik. Während des Krieges war Hans Klenk Jagdflieger auf der Messerschmidt Bf 109 und wurde u.a. in Schleswig-Holstein und Italien eingesetzt. Anfang der fünfziger Jahre gründete er in Stuttgart ein eigenes Ingenieurbüro und baute mit BMW-Komponenten Sportwagen in Kleinserie. Seit dem Frühjahr 1951 startete er auf seinen Meteor-Rennwagen mit gutem Erfolg bei nationalen Formel-Rundstreckenrennen, so daß er 1952 für den Mercedes-Benz Rennstall auf einem der drei Rennsportwagen 300 SL (W 194) bei den 24-Stunden von Le Mans an den Start gehen durfte. Das Rennen endete mit einem Doppelsieg für Mercedes, der Wagen von Karl Kling und Hans Klenk mit der Startnummer 22 fiel jedoch mit einem Lichtmaschinenschaden bei Dunkelheit aus.

Bei den großen Langstreckenrennen des Jahres 1952, der Mille Miglia in Italien und der Carrera Panamericana in Mexico nahm Klenk als Copilot von Mercedes Werksfahrer Karl Kling teil. Die Carrera wurde nicht zuletzt durch Hans Klenks Erfindung des "Langstrecken-" bzw. "Gebetbuches" zu einem erneuten Doppelsieg für Mercedes. Minutiös hatte er zuvor die 3200 km lange Strecke abgefahren und sich die Gefahrenstellen nach dem Kilometerstand seines Autos notiert, um sie während des Rennens dem Fahrer mitzuteilen.


Ein Unfall während einer Trainingsfahrt auf dem Nürburgring beendete im Juli 1953 Klenks Rennfahrerkarriere. Nur knapp dem Tod entronnen, war er seit dem Unglück gehbehindert, so daß er nach einer neuen beruflichen Alternative suchen mußte. Bei den Continental Gummiwerken Hannover wurde er zunächst Renndienstleiter und war bis zu seiner Pensionierung Leiter der Öffentlichkeitsarbeit.

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