PKW4691 M-Klasse Mehrzweckfahrzeuge der Baureihe 164, 2005 - 2008

M-Klasse Mehrzweckfahrzeuge der Baureihe 164, 2005 - 2008

Mercedes-Benz stellte im Januar 2005 auf der North American International Auto Show in Detroit die neue M-Klasse der Baureihe W 164 vor. Europapremiere hatte der Offroader im Februar 2005 auf dem Gender Automobilsalon. Der W 164 kam im Frühjahr 2005 in den USA und im Sommer 2005 in Europa auf den Markt. Die vollkommen neu entwickelte M-Klasse der Baureihe W 164 wurde im amerikanischen Werk Tuscaloosa (Alabama) gebaut und löste die ebenfalls in den USA produzierte Vorgänger-Baureihe W 163 ab. Von der Baureihe 163  waren insgesamt 647.738 Exemplare gebaut worden. Das erfolgreichste Modell war der ML 320, von dem 282.614 Fahrzeuge verkauft worden waren - das entsprach gut 43 Prozent der Gesamtproduktion. Damit hatte sich die M-Klasse von 1997 bis 2004 als Trendsetter für das neue Marktsegment der Sports Utility Vehicles (SUV) etabliert.

Mit der Baureihe W 164 baute Mercedes-Benz diese Marktposition weiter aus. Das erfolgreiche Konzept des Offroaders wurde von den Ingenieuren weiterentwickelt, wobei die Leistungsfähigkeit sowohl im Straßen- als auch im Geländeeinsatz nochmals gesteigert wurde. Statt eines Leiterrahmens wie die Baureihe 163 besaß die neue M-Klasse eine selbsttragende Karosserie. Wegen der hohen Belastungen bei Geländefahrten wurden dabei unter anderem die Krafteinleitungspunkte zwischen Fahrwerk und Karosserie neu konzipiert. So erreichte die Karosserie eine deutlich höhere Verwindungssteifigkeit als der Vorgänger. Zum noch besseren Langstrecken-Fahrkomfort trugen zum Beispiel neu entwickelte Achsen, laufruhige Sechs- und Achtzylindermotoren sowie die Luftfederung AIRMATIC (Wunschausstattung) bei.

Zum Marktstart war die M-Klasse mit vier Motoren lieferbar, drei davon waren Neuentwicklungen. In den Typen ML 280 CDI (140 kW/190 PS) und  ML 320 CDI (165 kW/224 PS) kam ein neuer V6-Dieselmotor in zwei Leistungsstufen zum Einsatz. Er bot eine Common-Rail-Direkteinspritzung der dritten Generation sowie modernste Piezo-Einspritzdüsen. Im ML 320 CDI stellte er ab 1600/min ein maximales Drehmoment von 510 Newtonmetern bereit (440 Newtonmeter im ML 280 CDI). Der Kraftstoffverbrauch der Dieselmodelle betrug 9,4 Liter je 100 Kilometer (NEFZ-Gesamtverbrauch) - damit zählte die neue M-Klasse zu den wirtschaftlichsten Offroadern ihrer Klasse. Ebenfalls neu war der V6-Benziner des ML 350 mit 200 kW (272 PS) Leistung und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern. An der Spitze des Motorenprogramms stand der Achtzylinder des ML 500, der nun 225 kW (306 PS) leistete. Die Antriebe übertrafen jene des Vorgängers in Leistung und Drehmoment um bis zu 38 Prozent. Dank modernster Antriebstechnik und guter Aerodynamik der Karosserie (cW=0,34 statt bisher 0,40) verringerte sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 10 Prozent.

Das weltweit einzigartige Siebengang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC gehörte bei allen Typen zur Serienausstattung. Durch Schaltungssteuerung schöpfte das Getriebe das hohe Leistungspotenzial der Motoren bestmöglich aus und leistete zugleich einen wichtigen Beitrag zur Kraftstoffeinsparung. Erstmals erfolgte die Bedienung der 7G-TRONIC elektronisch über die neue Technik DIRECT SELECT mit einem lenkradnahen Wählhebel. Zusätzliche Lenkrad-Schalttasten ermöglichten den schnellen manuellen Wechsel der sieben Fahrstufen. Die DIRECT SELECT-Schaltung an der Lenksäule machte den herkömmlichen Automatik-Wählhebel in der Mittelkonsole überflüssig. Das ermöglichte eine völlig neue Gestaltung der Tunnelverkleidung. Diese bot nun anstelle des Wählhebels ausreichend Platz für ein geräumiges Ablagefach und einen Cupholder.

Maßstäbe setzte der Offroader auf dem Gebiet der Sicherheit: Der Insassenschutz basierte auf der selbsttragenden Karosserie mit großen Deformationszonen an Front und Heck und dem serienmäßigen Einsatz von Spitzentechnologie aus der Oberklasse. Dazu gehörten unter anderem adaptive, zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer, Sidebags vorn, Windowbags sowie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer an allen Sitzplätzen. Beim Heckaufprall boten die neu entwickelten crashaktiven Kopfstützen NECK‑PRO (Wunschausstattung) für Fahrer und Beifahrer zusätzlichen Schutz.

Darüber hinaus setzte der Mercedes‑Benz Offroader mit dem vorbeugenden Insassenschutzsystem PRE‑SAFE® (Wunschausstattung) Maßstäbe in dieser Fahrzeugklasse. Die mehrfach prämierte Technologie wurde in fahrdynamisch kritischen, unfallträchtigen Situationen aktiv, um Insassen und Auto auf eine drohende Kollision vorzubereiten. So straffte PRE-SAFE® vorsorglich die Gurte von Fahrer und Beifahrer, brachte den elektrisch einstellbaren Beifahrersitz (Wunschausstattung) hinsichtlich seiner Längseinstellung sowie der Kissen- und Lehnenneigung in eine bessere Position und schloss bei einem drohenden Überschlag das Schiebedach (Wunschausstattung).

Diese Vorbereitung auf einen möglichen Unfall war möglich, weil PRE-SAFE® eine bislang einzigartige Synergie aus Aktiver und Passiver Sicherheit erzielte: Es war mit dem Anti-Blockier-System ABS, dem Brems-Assistenten BAS und dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP® vernetzt, deren Sensoren gefährliche Fahrmanöver erkannten. Diese Sensordaten nutzte Mercedes-Benz bei PRE-SAFE® auch für den vorausschauenden Insassenschutz.

Ebenso markentypisch war die neue M-Klasse hinsichtlich ihrer Langzeitqualität: Die vollverzinkte Karosserie wurde an zahlreichen Stellen durch eine organische Beschichtung zusätzlich vor Korrosion geschützt. Hoch belastete Strukturbereiche wurden durch Hohlraumkonservierung und Falze durch Nahtabdichtung versiegelt. Dank einer großflächigen Unterbodenverkleidung aus Kunststoff konnten die Mercedes-Benz Ingenieure auf den herkömmlichen PVC-Unterbodenschutz verzichten. Der neu entwickelte Lack auf Basis der Nano-Technologie, der bei Mercedes-Benz weltweit erstmals in Serie ging, gehörte zur Serienausstattung des Offroaders. Er bot eine deutlich bessere Kratzbeständigkeit als herkömmliche Uni- oder Metalliclacke und machte sich überdies durch sichtbar besseren Glanz bemerkbar.

Die Leistungsfähigkeit im Gelände durch den permanenten Allradantrieb stärkte Mercedes‑Benz mit dem weiterentwickelten Traktionssystem 4ETS, das nun serienmäßig über Zusatzfunktionen wie Offroad-ABS, Anfahr-Assistent und Downhill Speed Regulation verfügte. Bei der Ausrüstung mit Allradtechnik standen zwei Varianten der M-Klasse zur Auswahl, die den unterschiedlichen Ansprüchen der Fahrer entsprachen: Neben der Basisausführung war auf Wunsch ein neues Offroad Pro-Technikpaket für schwierigste Geländepassagen lieferbar. Es umfasste unter anderem ein Zweistufen-Verteilergetriebe mit Low-Range-Untersetzung, manuell oder automatisch zuschaltbaren Differenzialsperren (100 Prozent) zwischen Vorder- und Hinterachse sowie an der Hinterachse und eine für den Einsatz im Gelände modifizierte Luftfederung AIRMATIC, mit der die Bodenfreiheit um 110 Millimeter auf bis zu 291 Millimeter (Vorgänger: 204 Millimeter) und die Wattiefe auf bis zu 600 Millimeter (bisher: 500 Millimeter) angehoben werden konnten. Zudem bot die Luftfederung ein deutliches Plus an Fahrkomfort, sodass Mercedes-Benz diese Technik auf Wunsch auch in einer Straßenversion lieferte. Die AIRMATIC wurde serienmäßig mit dem Adaptiven Dämpfungs-System (ADS) kombiniert, das die Dämpfung situationsgerecht regelte. Damit erreichte die M-Klasse neue Dimensionen der Fahrdynamik und des Fahrkomforts.

Vorder- und Hinterachse der M-Klasse hatten die Ingenieure neu entwickelt: Die Vorderräder wurden von einer Doppelquerlenkerachse geführt, die durch ihre hoch angeordneten Dreieckslenker aus Aluminium einen wichtigen Beitrag für guten Abrollkomfort und vorbildliche Fahrdynamik leistete. Die neue Hinterachse war nach dem Vierlenkerprinzip konstruiert. Serienmäßige Leichtmetallräder mit Breitreifen der Größe 235/65 R 17 (V6-Modelle) sowie 255/55 R 18 (V8-Modell) verstärkten den sportlichen Auftritt der M-Klasse.

Das Design prägte mit einem Wechselspiel aus stark konturierten Flächen und straffen Linien den souveränen Charakter der M-Klasse. Die Formensprache setzte mit der flachen Frontscheibe, den markanten Kotflügeln und der nach hinten ansteigenden Schulterlinie betont sportliche Akzente; sie wurden durch die Proportionen der Karosserie zusätzlich verstärkt: Die Baureihe W 164 fiel gegenüber dem Vorgängermodell um 150 Millimeter länger (4780 Millimeter), 71 Millimeter breiter (1911 Millimeter) und 5 Millimeter niedriger (1815 Millimeter mit Dachreling) aus. Der Radstand vergrößerte sich gleichzeitig um 95 Millimeter auf 2915 Millimeter.

Im Innenraum zeigte die M-Klasse ebenfalls typische Mercedes-Benz Qualität. Dazu trugen noch hochwertigere Materialien, eine noch angenehmere Oberflächen-Haptik und ein deutlich größeres Platzangebot, von dem die Passagiere auf allen Sitzplätzen profitierten, bei. So vergrößerte sich der Abstand zwischen Vorder- und Fondsitz gegenüber dem Vorgängermodell um 15 Millimeter auf 880 Millimeter und lag damit auf dem Niveau einer Oberklasse-Limousine. Die Kniefreiheit der Insassen im Fond verbesserte sich um 35 Millimeter und die Ellenbogenbreite um 32 Millimeter.

Nach individuellem Anspruch an den Komfort konnten Kunden die Sitze der neuen M-Klasse auswählen: Neben Vordersitzen mit serienmäßiger elektrischer Einstellung der Höhen-, Lehnen- und Kissenneigung waren auf Wunsch auch Sportsitze mit spezieller Lehnenkontur lieferbar. Kissen und Lehnen der Fondsitze waren im Verhältnis 60:40 geteilt und umklappbar. Auf Wunsch ließen sich beide Sitzkissen herausnehmen, sodass im Fond eine ebene Ladefläche von mehr als 2,10 Meter Länge entstand. Das maximale Ladevolumen betrugt 2050 Liter (VDA-Messmethode) und übertraf damit vergleichbare Wettbewerber deutlich. Das bewährte EASY-PACK-System erleichterte das Be- und Entladen des Laderaums. Es beinhaltete auf Wunsch unter anderem eine elektrisch betätigte Heckklappe sowie ein Paket zur sicheren Arretierung des Ladeguts.

Moderne Assistenzsysteme aus der Mercedes‑Benz Oberklasse unterstützten den Autofahrer, steigerten seinen Komfort und die Sicherheit. So stattete Mercedes-Benz die M-Klasse auf Wunsch mit der neu entwickelten Klimatisierungsautomatik Multi-Zone-THERMOTRONIC, der Einparkhilfe PARKTRONIC und dem Bedien- und Anzeigesystem COMAND APS mit europaweiter DVD-Navigation aus. Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurven- und Abbiegelicht (Wunschausstattung) erhöhten die Fahrsicherheit bei Dunkelheit.

Die M-Klasse eignete sich hervorragend zum Ziehen von Anhängern. Ob Wohnwagen, Bootstrailer oder Pferdeanhänger - der Fahrer konnte auch mit Last am Zughaken entspannt selbst kritische Fahrsituationen meistern. Denn Fahrwerk, Bremsanlage und Lenkung der Baureihe W 164 wurden bereits in der Konstruktionsphase auf die Belastungen beim Hängerbetrieb abgestimmt. Wurde die M-Klasse werksseitig mit einer Anhängerkupplung geordert, kamen die Kunden zusätzlich in den Genuss der neuen Mercedes-Benz ESP® Anhängerstabilisierung. Diese Zusatzfunktion des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP® sorgte für mehr Sicherheit beim Fahren mit Anhänger: Das System erkannte die gefürchteten Pendelschwingungen und baute sie wirksam ab. Dazu nutzte es die Sensorik des ESP® und leitete gezielt radindividuelle, wechselseitige Bremseingriffe ein, um das Gespann zu stabilisieren.

Pünktlich zur Markteinführung präsentierte sich die M-Klasse auch im kraftvoll-dynamischen AMG Outfit. Das unverwechselbare AMG Styling und die markanten 19-Zoll AMG Leichtmetallräder waren für alle Motorvarianten des Offroaders lieferbar und verliehen der M-Klasse eine charakteristische und sportliche Optik. Das AMG Styling bestand aus komplett in Wagenfarbe lackierten Front- und Heckschürzen im typischen AMG Stil. Die Frontschürze besaß ausgeprägte Kanten und vertikale Einleger aus gebürstetem Edelstahl, was die M-Klasse optisch noch breiter und tiefer wirken ließ. Dazu kamen groß dimensionierte runde Nebelscheinwerfer mit Chromringen und optionalem Abbiegelicht. Vier Lufteinlässe mit dem von Rennsportfahrzeugen bekannten schwarzen Streckmetallgitter unterstrichen den dynamischen Charakter des AMG Stylings. Der ausdrucksstark gestaltete Unterfahrschutz mit seinen vertikalen Konturen betonte zusätzlich den robusten Charakter des Offroaders.

An der Heckschürze ließen Auswölbungen für die Endrohre der zweiflutigen Abgasanlage die M-Klasse mit AMG Styling noch breiter und muskulöser wirken. Ein Einladeschutz aus gebürstetem Edelstahl schützte die Heckschürze beim Verstauen von Gepäck vor dem Verkratzen. Die passende Ergänzung zum AMG Styling lieferten AMG Leichtmetallräder im Format 8,5 x 19 Zoll in sterlingsilberner Lackierung.

Im Juli 2005, wenige Tage nach der Markteinführung in Westeuropa, lagen bereits rund 26.500 Bestellungen für die M-Klasse vor. In den Vereinigten Staaten von Amerika, dem Hauptabsatzmarkt des Premium-Offroaders, war die M-Klasse bereits Anfang April mit großem Erfolg gestartet und trug wesentlich zum Absatzerfolg von Mercedes‑Benz in den USA bei.

Auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/Main (IAA) im September 2005 stellte Mercedes-Benz den ML 63 AMG als neue Spitzenmotorisierung der Baureihe W 164 vor. Die Markteinführung begann im zweiten Quartal 2006.

Der ML 63 AMG wurde von einem 375 kW (510 PS) starken AMG 6,3-Liter-V8-Motor angetrieben. Das AMG Aggregat war der stärkste serienmäßige Achtzylinder-Saugmotor weltweit, er erreichte ein maximales Drehmoment von 630 Newtonmetern bei 5200/min. Die einzigartige Kombination aus Hochdrehzahlkonzept und großem Hubraum verband begeisternde Drehfreude und kräftigen Durchzug bei niedrigen Drehzahlen.

Aus dem Stand beschleunigte der AMG Offroader in nur 5 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit betrug 250 km/h (elektronisch begrenzt). Gegenüber dem Vorgängermodell ML 55 AMG mit 255 kW (347 PS) und 510 Newtonmetern bot der ML 63 AMG ein Leistungsplus von 46 Prozent sowie 23 Prozent mehr Drehmoment. Die Kraftübertragung übernahm ein AMG SPEED-SHIFT 7G-TRONIC Automatikgetriebe mit lenkradnahem DIRECT SELECT Wählhebel. Drei speziell auf die sportliche Leistungsentfaltung des Motors zugeschnittene Schaltprogramme erlaubten ein souveränes Ausnutzen der Kraft. Per Schalter in der Mittelkonsole anwählbar, unterschieden sich die Schaltprogramme „S" (Sport), „C" (Comfort) und „M" (Manuell) durch ihre Schaltcharakteristik und ‑g eschwindigkeit.

Das AMG Sportfahrwerk auf Basis der AIRMATIC-Luftfederung erlaubte hohe Kurvengeschwindigkeiten, präzises Einlenkverhalten und geringe Seitenneigung bei gleichzeitigem Langstreckenkomfort. Die Luftfederung verfügte über AMG-spezifische Federbeine und das speziell abgestimmte adaptive Dämpfungssystem ADS. Eine Niveauregulierung senkte die Karosserie bei höheren Geschwindigkeiten automatisch ab.

Den Kontakt zur Straße stellten glanzgedrehte 19-Zoll AMG Leichtmetallräder im 5-Speichen-Design her. Optional standen 20-Zoll AMG Leichtmetallräder im 5-Speichen-Design mit 295/40 R 20 Breitreifen zur Wahl. Verzögert wurde der ML 63 AMG durch groß dimensionierte Hochleistungsbremsen mit innen rundum belüfteten und angelochten Bremsscheiben.

Das Design des ML 63 AMG machte bereits optisch auf seine Ausnahmestellung aufmerksam. Es wurde durch das markante AMG Styling mit Front- und Heckschürze, dem AMG-spezifischen Kühlergrill, Kotflügelverbreiterungen, seitlichen Trittbrettern in Edelstahl mit Gumminoppen sowie abgedunkelten Rückleuchten geprägt. Die AMG Sport-Abgasanlage mit zwei verchromten Doppel-Endrohren unterstrich die Kraft und Dynamik des M-Klasse Topmodells visuell und akustisch. Sportlichkeit dominierte auch das Interieur mit Nappalederpolsterung, Alcantara-Einsätzen im Schulterbereich, Multikonturfunktion und Sitzheizung, AMG Ergonomie-Ledersportlenkrad mit Schalttasten, AMG Einstiegsleisten, Edelstahl-Sportpedalen mit Gumminoppenund AMG Kombi-Instrument mit eigenständiger Schrift, roten Zeigern und 320‑k m/h-Tachoskala.

Vorbildliche Effizienz zeigte die M-Klasse im Sommer 2005 bei einem Langstreckentest der Zeitschrift „Auto-Bild" in den USA. Bei dem so genannten „ Coast-to-Coast-Marathon" von New York nach San Francisco mit einer Strecke von rund 5200 Kilometer verbrauchte der ML 320 CDI durchschnittlich 9,1 Liter Dieselöl je 100 Kilometer. Das entsprach einem Verbrauchsvorteil von mehr als 1 Liter pro 100 Kilometer im Vergleich zu einem etwas weniger stark motorisierten Ottomotor-Hybridfahrzeug.

Auch bei der Sicherheit überzeugte die M-Klasse im Jahr 2005: Die Crashprüfung der „ National Highway Traffic Safety Administration" absolvierte der Offroader mit ausgezeichnetem Ergebnis. Als eines der ersten SUV überhaupt bekam die M-Klasse im US-NCAP-Test sowohl beim Frontal- wie beim Seitencrash jeweils fünf Sterne - die bestmögliche Wertung. Bei dieser US-amerikanischen Version des NCAP-Test (New Car Assessment Program) mussten die Fahrzeuge einen Frontalcrash mit 35 mph (56 km/h) gegen eine starre Wand absolvieren. Der SINCAP-Test (Side Impact New Car Assessment Program) forderte einen Aufprall einer 1368 Kilogramm schweren, deformierbaren Barriere mit 38,5 mph (62 km/h) auf die Fahrzeugflanke in Höhe der Frontpassagiere.

Ihre Qualitäten im Gelände stellte die M-Klasse im Januar 2006 auf der Rallye Dakar unter Beweis: Die ehemalige Mercedes‑Benz Werksfahrerin Ellen Lohr startete für das Einsatzteam ORC Sport-Service aus Nellingen auf zusammen mit Detlef Ruf auf einem Prototypen auf Basis der neuen M-Klasse. Das Fahrzeug war in Eigenregie vom Team ORC Sport-Service unter der Leitung von Hans Baur und Konstrukteur Andreas Lennartz entwickelt worden.

Im Sommer 2006 stellte Mercedes-Benz das neue Diesel-Topmodell ML 420 CDI 4MATIC vor. Um die Bezeichnung der Fahrzeugtypen über alle Baureihen hinweg einheitlich zu gestalten, wurde von 2006 an die Bezeichnung 4MATIC auch an die serienmäßig mit Allradantrieb ausgestatteten Typen der M-Klasse angefügt. Der V8-Dieselmotor im ML 420 CDI 4MATIC wies Vierventiltechnik, Bi-Turbo-Aufladung und variabler Turbinengeometrie auf. Das Drehmoment des 225 kW (306 PS) starken Motors mit 3996 Kubikzentimeter Hubraum lag über einen Drehzahlbereich von 2000/min bis 2600/min hinweg bei 700 Newtonmeter. Die Leistungssteigerung des neuen V8-Dieseltriebwerks gegenüber dem ML 400 CDI in der Vorgängerbaureihe hatten vor allem die Common-Rail-Hochdruckeinspritzung der dritten Generation mit maximal 1600 bar Einspritzdruck und die Anhebung des Zünddrucks auf 175 bar ermöglicht.

Der ML 420 CDI 4MATIC beschleunigte in 6,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit betrug 235 km/h. Für die Beschleunigung von 60 km/h auf 120 km/h brauchte das Diesel-Spitzenmodell im dritten Gang 6,0 Sekunden. Die hohen Leistungsreserven sorgten im Zusammenspiel mit der serienmäßigen, siebenstufigen Automatik 7G-TRONIC für entspanntes Fahren in hohen Fahrstufen und damit geringe Verbrauchswerte. Bei besonders sparsamer Fahrweise konsumierte der Selbstzünder nur 9,1 Liter Dieselöl je 100 Kilometer, der Durchschnittsverbrauch lag bei moderaten 11,1 Liter je 100 Kilometer. Der Typ war mit einem wartungsfreien Dieselpartikelfilter ausgestattet, der die geringen Rohemissionen um weitere 99 Prozent reduzierte. So unterbot der Offroader mit seinen Emissionen die EU-4-Limits deutlich.

Ende 2006 wurde die M-Klasse von dem amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) als „Top Safety Pick 2007" ausgezeichnet. Unter den Luxus-SUV schnitt der Offroader aus Stuttgart dabei in allen Bereichen mit hervorragenden Ergebnissen ab. Die Fachleute des IIHS stuften jährlich neue Automodelle nach strengen Sicherheitskriterien ein, für die Auswahl 2006 wurden zum ersten Mal Sport Utility Vehicles (SUV) mit einbezogen. Zu den Untersuchungen gehörten Front- und Seitencrash sowie Heckaufprall. Voraussetzung für eine Einstufung als Top Safety Pick war zum ersten Mal die Verfügbarkeit eines Elektronischen Stabilitäts-Programms ESPÒ, das die Schleudergefahr bei Kurvenfahrt verringern und das Auto auch in extremen Situationen, wie beispielsweise Glatteis oder Nässe, in der Spur halten konnte. Seit 1999 gehörte ESP® zur Standardausstattung aller Mercedes-Benz Personenwagen.

Einen neuen V8-Ottomotor für die M-Klasse stellte Mercedes-Benz im Sommer 2007 vor: Der Hubraum des ML 500 4MATIC wuchs auf 5461 Kubikzentimeter an, die Leistung stieg auf 285 kW (388 PS), und das maximale Drehmoment lag nun bei 530 Newtonmeter. Diese Leistungssteigerung wirkte sich auf die Fahrleistungen aus: Der ML 500 4MATIC beschleunigte nun in 5,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreichte damit diese Tempomarke mehr als 1 Sekunde früher als der Vorgänger. Gestiegene Motorleistung und gehobene Fahrleistungen waren jedoch nicht mit einem erhöhten Verbrauch verbunden, vielmehr lag der NEFZ-Gesamtverbrauch mit 12,8 Liter Superbenzin je 100 Kilometer um bis zu 0,6 Liter niedriger.

Im Juli 2007 stellte Mercedes-Benz das Sondermodell „Edition 10" der M-Klasse vor. Anlass war die zehnjährige Produktion der M-Klasse, dem bis zu diesem Zeitpunkt mit insgesamt 850.000 Exemplaren verkaufsstärksten Premium-SUV von Mercedes‑Benz. Die erste Generation der M-Klasse war bis zur Ablösung durch die komplett neu entwickelte Modellgeneration im Jahr 2005 weltweit rund 600.000 Mal verkauft worden. Die Baureihe W 164 setzte diesen Erfolg fort, bis zum Sommer 2007 hatten sich rund 250.000 Mercedes-Benz Kunden für den Offroader entschieden.

Die „Edition 10"-Variante bot unter anderem 20-Zoll-Räder, Bixenon-Scheinwerfer, dunkel hinterlegte Rückleuchten, spezielle Karosserie-Farbakzente in „ Titan-Optik" sowie spezielle „Edition 10"-Logos auf den Kotflügeln. Der sportlich gediegene Innenraum wies eine zweifarbige Vollleder-Ausstattung, Sportinstrumente und eine Edelstahl-Sportpedalerie auf. Die „Edition 10" konnte ab Herbst 2007 bestellt werden. Insgesamt standen fünf Varianten des Sondermodells zur Verfügung: Der mit 700 Newtonmeter besonders drehmomentstarke ML 420 CDI 4MATIC mit V8-Dieselmotor, die V6-Dieseltypen ML 280 CDI 4MATIC und ML 320 CDI 4MATIC sowie die Ottomotor-Varianten ML 350 4MATIC und ML 500 4MATIC.

Im Mercedes-Benz Werk Tuscaloosa (Alabama), wo seit 1997 die M-Klasse produziert wurde, rollte im November 2007 das einmillionste Fahrzeug vom Band - eine M-Klasse. Seit der Einführung der jeweiligen Baureihen wurden hier neben der M‑Klasse W 164 auch die GL-Klasse (Baureihe X 164) und die R-Klasse (W/V 251) gebaut.

Im März 2008 stellte Mercedes-Benz die neue Generation der M-Klasse der Baureihe 164 vor.


  • A2004F7030
    M-Klasse, Exterieur
    ML-Klasse
  • F2004F7444-3A
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Design: Der letzte formale Feinschliff erfolgt am 1:1-Designmodell.
    ML-Klasse
  • F2004F7449-3A
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Design: Der letzte formale Feinschliff erfolgt am 1:1-Designmodell.
    ML-Klasse
  • F2004F7460-8A
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Design: An der Powerwall konnten die Designer mithilfe des Computers ihre Entwürfe im Original-Maßstab bewerten und modifizieren.
    ML-Klasse
  • F2004F7463-2A
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Design: An der Powerwall konnten die Designer mithilfe des Computers ihre Entwürfe im Original-Maßstab bewerten und modifizieren.
    ML-Klasse
  • C2004C6730-163
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
    ML-Klasse
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
    ML-Klasse
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
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  • C2004C6730-196
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Modellprogramm.
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Modellprogramm.
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
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  • C2004C6730-200
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
    ML-Klasse
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Modellprogramm.
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Modellrange.
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Modellrange.
    ML-Klasse
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    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164.
    ML-Klasse
  • C2004C7188-10
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Erprobung: Die neue M-Klasse musste ihre Qualitäten auch im harten Offroad-Einsatz unter Beweis stellen.
    ML-Klasse
  • C2004C7188-11
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Erprobung: Die neue M-Klasse musste ihre Qualitäten auch im harten Offroad-Einsatz unter Beweis stellen.
    ML-Klasse
  • C2004C7188-14
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Erprobung: Die neue M-Klasse musste ihre Qualitäten auch im harten Offroad-Einsatz unter Beweis stellen.
    ML-Klasse
  • C2004C7188-18
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Erprobung: Die neue M-Klasse musste ihre Qualitäten auch im harten Offroad-Einsatz unter Beweis stellen.
    ML-Klasse
  • C2004C7188-21
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Erprobung: Die neue M-Klasse musste ihre Qualitäten auch im harten Offroad-Einsatz unter Beweis stellen.
    ML-Klasse
  • C2004C7188-22
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Erprobung: Die neue M-Klasse musste ihre Qualitäten auch im harten Offroad-Einsatz unter Beweis stellen.
    ML-Klasse
  • C2004C7411-05
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Karosserie und Sicherheit: Die Sicherheit der neuen M-Klasse beim Offset-Crash wurde mithilfe leistungsfähiger Computersimulation berechnet und bei zahlreichen Praxistests abgesichert.
    ML-Klasse
  • C2004C7411-06
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Karosserie und Sicherheit: Die Sicherheit der neuen M-Klasse beim Offset-Crash wurde mithilfe leistungsfähiger Computersimulation berechnet und bei zahlreichen Praxistests abgesichert.
    ML-Klasse
  • C2004C7411-07
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Karosserie und Sicherheit: Die Sicherheit der neuen M-Klasse beim Offset-Crash wurde mithilfe leistungsfähiger Computersimulation berechnet und bei zahlreichen Praxistests abgesichert.
    ML-Klasse
  • C2004C7411-08
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Karosserie und Sicherheit: Die Sicherheit der neuen M-Klasse beim Offset-Crash wurde mithilfe leistungsfähiger Computersimulation berechnet und bei zahlreichen Praxistests abgesichert.
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  • C2004C7411-10
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Karosserie und Sicherheit: Die Sicherheit der neuen M-Klasse beim Offset-Crash wurde mithilfe leistungsfähiger Computersimulation berechnet und bei zahlreichen Praxistests abgesichert.
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  • C2004C7411-13
    Mercedes-Benz M-Klasse-Mehrzweckfahrzeug der Baureihe 164. - Karosserie und Sicherheit: Die Sicherheit der neuen M-Klasse beim Offset-Crash wurde mithilfe leistungsfähiger Computersimulation berechnet und bei zahlreichen Praxistests abgesichert.
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