Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen W 196 R mit Stromlinienkarosserie, 1954

Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen W 196 R mit Stromlinienkarosserie, 1954
Der erste Mercedes-Benz Grand-Prix-Rennwagen nach 1945, Ausführung mit Stromlinienkarosserie

1954 kehrte Mercedes-Benz mit einem völlig neu entwickelten Rennwagen in den Grand-Prix-Sport zurück. Der W 196 R erfüllte alle Bedingungen der neuen Grand-Prix-Formel der CSI (Commission Sportive Internationale): 750 Kubikzentimeter Hubraum mit oder 2.500 Kubikzentimeter ohne Kompressor, beliebige Zusammensetzung des Treibstoffs. Aus 2.496 Kubikzentimeter Hubraum leistete der W 196 R zunächst 188 kW (256 PS) bei 8.260/min.

Zuerst wurde eine Stromlinienversion gebaut, weil das Auftaktrennen in Reims (Frankreich) sehr hohe Geschwindigkeiten zuließ. Der Gitterrohrrahmen des W 196 R war leicht und stabil, das Fahrwerk hatte eine Drehstab-Aufhängung und eine neue Eingelenk-Pendelachse hinten sowie riesige turbogekühlte Duplex-Trommelbremsen. Als Antrieb wählten die Ingenieure einen Reihenachtzylindermotor mit direkter Einspritzung und desmodromischer (zwangsweiser) Ventilsteuerung, die hohe Drehzahlen jenseits der 8.000/min ermöglichte. Beim Auftaktrennen, dem Großen Preis von Frankreich am 4. Juli 1954, fuhren Juan Manuel Fangio und Karl Kling mit dem W 196 R Stromlinienrennwagen einen Doppelsieg ins Ziel. Fangio beendete die Saison als Weltmeister.

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