Fritz Nallinger

Fritz Nallinger
  • Nachname
    Nallinger
  • Vorname
    Friedrich "Fritz"
  • Titel
    Prof. Dr.-Ing. h. c.
  • Geburtsdatum
    06.08.1898
  • Todesdatum
    04.06.1984

Friedrich „Fritz“ Nallinger wird in Esslingen am Neckar als viertes Kind des Ingenieurs Friedrich Nallinger geboren, der 1904 in den Vorstand der Daimler-Motoren-Gesellschaft berufen wird und 1912 in den Vorstand des damaligen Konkurrenten Benz & Cie. wechselt. Friedrich junior, genannt Fritz, beginnt seine berufliche Laufbahn 1922 nach Abschluss des Ingenieurstudiums im Konstruktionsbüro von Benz & Cie.

Nallinger entwickelt auch motorsportliche Ambitionen und beteiligt sich von 1922 bis 1926 auf Tourenwagen von Benz und Mercedes mit Erfolg an Bergrennen und Tourenfahrten. 1928 übernimmt er die Leitung der Versuchsabteilung und hat als engster Mitarbeiter von Chefkonstrukteur Hans Nibel entscheidenden Einfluss auf zukünftige Fahrzeug- und Motorkonzepte. Im Mai 1935 übernimmt Fritz Nallinger als Technischer Direktor die Gesamtleitung des Großmotorenbaus, im April 1940 erfolgt seine Berufung zum stellvertretenden, 1941 zum ordentlichen Mitglied des Vorstandes.

Von 1945 bis Anfang 1948 ruht sein Mandat wegen eines Sonderauftrages der französischen Regierung. Im Mai 1948 nimmt er seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied und Technischer Direktor der Daimler-Benz AG wieder auf, jetzt mit der Gesamtverantwortung für Konstruktion, Versuch und Entwicklung aller Fahrzeugsparten.

Unter Führung von Fritz Nallinger entwickeln seine engsten technischen Mitarbeiter Hans Scherenberg und Rudolf Uhlenhaut einen neuen Formel-1-Rennwagen und den Rennsportwagen 300 SLR. Beide Neukonstruktionen werden ein voller Erfolg: Juan Manuel Fangio erringt die Formel-1-Weltmeisterschaft 1954 und 1955, und Mercedes-Benz holt den Konstrukteurstitel in der Sportwagen-WM. Fritz Nallinger geht zum Jahresende 1965 in den Ruhestand. Über 300 Patente laufen auf seinen Namen.

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