Alessandro Nannini

Alessandro Nannini
  • Nachname
    Nannini
  • Vorname
    Alessandro "Sandro"
  • Geburtsdatum
    07.07.1959

Der Spross einer bekannten Sieneser Familie und jüngere Bruder der bekannten Rocksängerin Gianna Nannini erwirbt seine ersten Erfahrungen im Motorsport bei Rallyeveranstaltungen. Sein weiterer Weg führt ihn über die Formula Fiat Abarth, mit deren Meistertitel er sich 1981 schmücken kann, in die Formel-2-Europameisterschaft, wo er für das Team Minardi bis 1984 ansehnliche Erfolge erzielt.

Die Saison 1985 verbringt der Italiener als Formel-1-Testpilot für Minardi und bestreitet darüber hinaus von 1984 bis 1986 Rennen zur Sportwagen-Weltmeisterschaft auf einem Werks-Lancia der Gruppe C. 1986 beginnt schließlich Nanninis Formel-1-Karriere im Cockpit eines Minardi.

Nach zwei punktelosen Saisons wechselt er zum Team Benetton und kann sich 1988 sofort 12 WM-WM-Zähler und einen zehnten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft sichern. Im Folgejahr erreicht er, unterstrichen von seinem ersten und einzigen Formel-1-Sieg beim Großen Preis von Japan, Platz sechs in der Endabrechnung.

1990 kämpft er mit seinem neuen Teamkollegen Nelson Piquet um die führende Stellung bei Benetton, wird aber vor den beiden letzten Läufen in Japan und Australien Opfer eines Hubschrauberabsturzes, bei dem seine rechte Hand abgetrennt wird. Diese wird mittels einer Notoperation zwar wieder angenäht, aber Nannini hat unter den gegebenen Umständen keine Chance, seine Karriere in der Königsklasse fortzusetzen.

Nach abgeschlossenem Heilungsprozess und trotz eingeschränkter Belastbarkeit der rechten Hand startet er ab 1993 für Alfa Romeo in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, die erstmals auch mit hochspezifizierten Klasse-1-Fahrzeugen ausgetragen wird. In seiner Premierensaison belegt der Italiener Platz acht. Am besten schneidet er 1996 ab, im letzten Jahr der International Touring Car Championship, als er den dritten Schlussrang für sich verbuchen kann.

Zum Ausklang seiner Karriere engagiert ihn Mercedes-Benz 1997 für sein Aufgebot in der FIA-GT-Meisterschaft. Am Steuer eines CLK-GTR, der speziell für Nanninis Handicap präpariert ist, holt er sich zusammen mit Marcel Tiemann nach einem Laufsieg in Suzuka und vier zweiten Plätzen die fünfte Position in der Abschlusstabelle der Fahrerwertung. Am Ende der Saison beendet der Italiener seine Rennsportkarriere.

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