Henri Pescarolo
  • Nachname
    Pescarolo
  • Vorname
    Henri Jacques William
  • Geburtsdatum
    25.09.1942

Der als Sohn eines bekannten Chirurgen in Paris geborene Pescarolo darf als Rennsport-Unikum gelten. Er steht nicht nur zwischen 1968 und 1975 bei 57 Grand-Prix-Rennen am Start, sondern nimmt von 1966 bis 2000 unter anderem auch an 33 Ausgaben des 24-Stunden-Rennens von Le Mans teil und trägt dabei vier Mal den Sieg davon, 1972 bis 1974 sowie 1984. Darüber hinaus bestreitet Pescarolo in den 1990er-Jahren etliche Male die Wüsten-Rallye Paris – Dakar.

Den Startpunkt dieser einmaligen Karriere bilden 1965 erste Rennsporteinsätze auf einem Lotus Seven. Zwei Jahre später wird er auf Matra Europameister in der Formel 3. Für das französische Fabrikat fährt er auch 1968 in der Formel-2-Europameisterschaft, wo er sich mit vier zweiten Rängen und einem dritten Platz den Vizetitel hinter seinem Landsmann Jean-Pierre Beltoise sichert.

1986, im Frühherbst seiner Karriere, bestreitet Pescarolo auf einem Sauber-Mercedes C 8 zusammen mit dem jungen Neuseeländer Mike Thackwell die Sportwagen-Weltmeisterschaft der Gruppe C. Saison-Highlight ist der Sieg des Duos beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring, der erste Rennsieg eines Sauber-Mercedes. Das schweizerische Team belegt im zweiten Jahr der Kooperation mit Mercedes-Benz einen ansprechenden sechsten Rang im Gesamtklassement der Meisterschaft, die seinerzeit von Porsche-Fahrzeugen beherrscht wird.

Nachdem er 1999 sein letztes 24-Stunden-Rennen bestritten hat, gründet der Franzose im Folgejahr mit Pescarolo Sport sein eigenes Sportprototypen-Team, mit dem er bis 2012 an Langstreckenrennen der LMP-Kategorie teilnimmt.