Rieß, Fritz

  • Zuname
    Rieß
  • Vorname
    Fritz
  • Geboren
    11.07.1922

Fritz Rieß wurde am 11. Juli 1922 in Nürnberg geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst als Motorradrennfahrer für die Nürnberger Victoria-Werke AG unterwegs, nahm er ab 1949 mit dem Ex-Holbein-HH-Rennwagen an Rundstreckenrennen teil. Auf der Solitude erzielte er auf seinem HH 47 im Oktober 1949 in der Klasse bis 2 Liter einen respektablen 3. Platz. Aus wohlhabender Familie stammend, konnte Fritz Rieß für die Saison 1950 zwei neue Veritas und AFM-Rennwagen anschaffen. Mit diesen Rennwagen zeichnete er sich bei zahlreichen Rennveranstaltungen aus und verursachte 1950 eine Sensation beim Eifelrennen am Nürburgring, wo er sowohl die Sportwagenklasse als auch die Klasse der Rennwagen für sich entscheiden konnte. Er gewann in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft für Sportwagen und erhielt das Goldene Motorsportabzeichen. Das Rennjahr 1951 brachte dem Nürnberger ebenso gute Plazierungen ein. In Freiburg am Schauinsland, in Riem bei München, in Hockenheim sowie am Grenzlandring konnte Rieß erneut seine Klasse beweisen. Auf dem Dessauer Autobahnkurs siegte er gleichermaßen wie beim Eifelrennen in der Sportwagenkategorie, das er nach erbittertem Kampf gegen den Routinier Toni Ulmen für sich entscheiden konnte. Nach ausgiebiger Prüfung bei Trainingsfahrten in Monza wurde Rieß von Alfred Neubauer in das wiederbelebte Mercedes Werksteam aufgenommen und gewann zusammen mit Hermann Lang auf dem neuentwickelten 300 SL (W 194) das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1952. Beim Großer Preis von Bern 1952 belegte auf diesem Fahrzeug hinter Kling und Lang den dritten, beim Mercedes Vierfachsieg beim Großer Jubiläumspreis auf dem Nürburgring den vierten Platz. Als Mercedes-Benz 1953 im Motorsport pausierte, fuhr Rieß noch einige Sportwagenrennen für Alfa Romeo, zog sich jedoch bald aus beruflichen und familiären Gründen vom Sport zurück.

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