SL-Klasse Roadster der Baureihe 230, 2001 - 2006

Der Mercedes-Benz SL der Baureihe R 230 wurde im Juli 2001 in den Deichtorhallen in Hamburg der Presse vorgestellt. Dank einer zum damaligen Zeitpunkt weltweit einzigartigen Kombination modernster elektronischer Fahrwerkssysteme bot er ein herausragendes Fahr-Erlebnis und zugleich ein Höchstmaß an Fahrsicherheit. Er setzte damit Akzente unter den Sportwagen und im Automobilbau.

Zur Markteinführung stand zunächst der Typ SL 500 mit einer Leistung von 225 kW (306 PS) zur Verfügung. Im Herbst 2001 gesellte sich der Typ SL 55 AMG mit einem V8-Kompressormotor und 350 kW (476 PS) hinzu. 2002 folgte der Typ SL 350 mit einem 180 kW (245 PS) starkem 3,7-Liter-V6-Motor, und im Januar 2003 stellte Mercedes‑Benz schließlich den SL 600 mit 368 kW (500 PS) starkem 5,5-Liter-V12-Biturbo-Motor als neues Spitzenmodell der Baureihe vor.

Zur umfangreichen Serienausstattung des SL gehören beispielsweise lederbezogene Integralsitze samt Memoryfunktion für die elektrische Sitz- und Lenkradverstellung, die zudem noch im elektronischen Zündschlüssel gespeichert ist, Multifunktions-Lenkrad, Klimatisierungs-Automatik und Stereo-Autoradio.

Auf Wunsch standen innovative Assistenzsysteme wie der Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC, das automatische Notrufsystem TELEAID, das Bedien- und Anzeigesystem COMAND oder die elektronische Reifendruckkontrolle bereit.

Leder, Edelholz und Aluminium waren die Materialien, die im Innenraum für SL-typische Exklusivität und Wertanmutung sorgten. Zur Wahl standen zwei Ledersorten, vier hochwertige Zierteile-Varianten und fünf Ausstattungsfarben. Matt glänzender Chrom umrahmte die vier Einzelinstrumente des Cockpits im klassischen Chronometer-Design und trat auch an anderen Details des Interieurs in Erscheinung.

Das Design der Baureihe R 230 vereinte über markante Details Tradition und Zukunft. So griffen beispielsweise die Luftöffnungen in den vorderen Kotflügeln ein typisches Merkmal des Typ 300 SL aus den 1950er Jahren auf. Auch die schmalen, flügelähnlichen Profile an diesen seitlichen Luftöffnungen - von den Fachleuten „Finnen" genannt - waren eine Reminiszenz. Die Designer nutzten dieses Stilelement außerdem, um an den Öffnungsgittern in der Motorhaube sportliche Akzente zu setzen.

Unverwechselbar ist der SL seit jeher durch seine horizontal lang gestreckte Kühlermaske. Die Baureihe R 230 nahm diese Tradition auf, zeigte sie aber in moderner Interpretation und stellte eine Lamellenkühlermaske mit flacherer Neigung als bisher in den Fahrtwind. Dadurch wirkte die Frontpartie in Verbindung mit der stärkeren Pfeilkontur des Karosseriekörpers sehr dynamisch und kraftvoll. Die vier Lamellen umschlossen den Mercedes-Stern, der in gewohnter Größe und Position eindeutig die Markenzugehörigkeit des Zweitürers anzeigte.

Diese typischen SL-Merkmale harmonierten mit neuen Elementen. Beispiel Scheinwerfer: Jeweils zwei der bekannten vier Augen verschmolzen zu einer Einheit, ohne jedoch ihre ovale Grundform aufzugeben. Die moderne Klarglas-Optik wertete die serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfer effektvoll auf und brachte zusätzliche Brillanz in das Frontdesign.

Die lange Motorhaube griff die Rundungen der Scheinwerfer auf und setzte sie als spannungsvolle Wölbungen nach hinten fort. Aus diesem Zusammenspiel entwickelte sich auch das Design der muskulös wirkenden Kotflügel. Nahtlos gingen die weichen Formen der Motorhaube und der Kotflügel in straffe Linien über, die den seitlichen Karosseriekörper in Höhe der Bordkante gliederten. Eine weitere Linie entwickelte sich im unteren Bereich der Kotflügel aus dem Schwung der seitlichen Luftöffnungen. Sie gab den großen, ruhigen Flächen der Türen formalen Halt und stellte eine optische Verbindung zum Heck her. Die starke Neigung der Frontscheibe unterstrich den Sportwagen-Charakter und betonte die flache, keilförmige Silhouette.

Im Unterschied zu seinen Vorgängern trug der SL der Baureihe R 230 sein festes Dach stets mit sich. Die Integration seines Variodachs in den Fluss der Linien bewies die hohe Designqualität des Wagens.

Auf Knopfdruck oder via Fernbedienung ließ es sich binnen 16 Sekunden öffnen oder schließen. Eine äußerst aufwändige Schwenkmechanik sorgte dafür, dass die drei Dachkomponenten raumsparend im oberen Bereich des Kofferraums verschwanden. Darunter stand ein Gepäckraum mit einem Volumen von 235 Litern zur Verfügung. Bei geschlossenem Dach bot das Fahrzeug, inklusive Gepäckbox in der Reserveradmulde, 317 Liter, 52 Liter mehr als beim Vorgängermodell. Von Mitte 2002 an gab es auch eine Glasdach-Variante.

Weitere Merkmale unterstrichen bei der Baureihe R 230 den Eindruck von Dynamik und Eleganz, beispielsweise die Karosserie mit der kraftvoll geformten Frontschürze, den muskulösen Rundungen und der markanten Keilform, aber auch Stilelemente wie die markant konturierten Seitenschweller, die breiten 17-Zoll-Räder oder die ovalen Endrohre der Abgasanlage. Alle Karosserieteile - vom Türgriff bis zum Stoßfänger - waren in Wagenfarbe lackiert, so dass der Sportwagen formal und farblich wie aus einem Guss wirkte.

Das galt auch für die Heckpartie, die von großen, dreieckig geformten Rückleuchten geprägt wurde. Auch hier kein farbliches Wechselspiel, sondern elegante Einheitlichkeit: Die Rückleuchten präsentierten sich mit gleichmäßig rot gefärbten Abdeckscheiben - spezielle Filter vor den Reflektoren der Heckleuchten sorgten dafür, dass die Blinker trotzdem gelb und das Rückfahrlicht weiß erschienen.

Zu den technischen Innovationen der Baureihe R 230 zählt die elektrohydraulische Bremse Sensotronic Brake Control SBCTM, die hier ihre Premiere erlebte. Sie arbeitete in Verbindung mit dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP® und der aktiven Fahrwerkregelung Active Body Control ABC, die Karosseriebewegungen oder Schleuderansätze bei Kurvenfahrt sowie beim Bremsen auf ein Minimum verringert.

Die Sensotronic Brake Control SBCTM war zudem der Einstieg in die Welt zukünftiger „By Wire"-Systeme, die Befehle des Autofahrers nicht mehr mechanisch oder hydraulisch, sondern elektronisch - per Kabel - übertragen. Zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen der SBCTM zählten die hohe Dynamik beim Aufbau des Bremsdrucks sowie das Dank aufwändiger Sensortechnik zuverlässige „ Erfühlen" des Fahrer- und Fahrzeugverhaltens.

So erkannte das System zum Beispiel den schnellen Wechsel des Fahrers vom Gas- aufs Bremspedal als Indiz für eine Notsituation, erhöhte automatisch den Druck in den Bremsleitungen und legte gleichzeitig die Beläge an die Bremsscheiben an, so dass sie beim Tritt aufs Bremspedal ohne Verzögerung mit voller Kraft zupacken konnten. Der Effekt ist ein bis zu 3 Prozent kürzerer Anhalteweg bei einer Notbremsung.

Außerdem bot SBCTM dank der variablen Bremskraftverteilung je nach Radaufstandskraft und Schlupfwerten mehr Sicherheit beim Bremsen in der Kurve oder auf schwierigem Untergrund. SBCTM steigerte dank höherer Dynamik und Präzision auch die Leistungsfähigkeit des Brems-Assistenten BAS und des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP®.

Dieses Paket sehr effizienter elektronischer Regelsysteme leitete in den Bereichen Fahrwerk, Fahrsicherheit und Fahrdynamik eine revolutionäre Entwicklung im Automobilbau ein.

Unterstützt wurden diese Systeme mit Radaufhängungen, die in Verbindung mit der Active Body Control ABC feinfühlig ansprachen. Vorn sorgte ein modernes Vierlenkersystem für besten Abrollkomfort, präzise Radführung und Lenkung. Die unteren Vorderachselemente, das Lenkgetriebe der Zahnstangenlenkung und die Motorlager sind mit einem Aluminium-Integralträger verbunden, der im SL ebenfalls Premiere feierte.

Das in Sachen Radführung immer noch unübertroffene Raumlenkerprinzip der Hinterachse bestand im SL der Baureihe R 230 erstmals komplett, einschließlich Radträger und Fahrschemel, aus Aluminium. Für ein noch besseres Eigenlenkverhalten war die Achsgeometrie im Detail modifiziert.

Spätestens seit der „Pagode" gilt das Kürzel „SL" als Synonym für wegweisende Leistungen auf den Gebieten der aktiven und passiven Sicherheit bei offenen Sportwagen. Mit einem völlig neu geschaffenen ganzheitlichen Konzept übertraf der SL der Baureihe R 230 die bisherigen Sicherheitsstandards deutlich und avancierte damit auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit zum Vorbild insbesondere für Sportwagen. Das Konzept berücksichtigte alle Aspekte aktiver und passiver Fahrzeugsicherheit - von der Unfallvermeidung mit Hilfe elektronischer Fahrdynamiksysteme wie SBCTM, Active Body Control ABC, Brems-Assistent BAS, Antriebs-Schlupf-Regelung ASR oder ESP® ebenso wie die Struktursicherheit der Karosserie mit hoher Formstabilität der Fahrgastzelle bei jeder denkbaren Unfallart.

Zum Insassenschutz trugen neben der hochfesten Karosseriestruktur unter anderem auch zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer, neuartige Head-Thorax-Bags in den Türen, neu entwickelte Integralsitze, Leistungs-Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer und der sensorgesteuerte Überrollbügel bei, der auch bei geschlossenem Variodach in Aktion trat.

Bei der Unfallrettung sorgte das von Mercedes‑Benz entwickelte Notrufsystem TELEAID (Wunschausstattung) dafür, dass Notarzt und Polizei automatisch alarmiert und mittels Satellitennavigation zur Unfallstelle geführt wurden.

Die SL-Baureihe R 230 bestand strengste Crashtests wie zum Beispiel den Offset-Frontalaufprall mit 64 km/h oder die 90-Grad-Seitenkollision mit 50 km/h, die beide zum europäischen NCAP-Verfahren (New Car Assessment Programme) gehörten und vor allem bei offenen Automobilen höchste Anforderungen an die Fahrzeugstruktur stellten. Ebenso viel Aufmerksamkeit widmeten die Ingenieure dem Aspekt der Reparaturfreundlichkeit, die sie beim Frontal- und Heckaufprall mit einer Kollisionsgeschwindigkeit von jeweils 15 km/h überprüften. Die Karosseriestruktur des SL bot größtmögliche Insassensicherheit und entsprach dem Ziel einer kostengünstigen Reparatur.

Bei einem Frontal- oder Heckaufprall mit mehr als 15 km/h Kollisionsgeschwindigkeit bot die Rohbaustruktur des SL durch zahlreiche innovative Details einen vorbildlich hohen Insassenschutz. Rund 33 Prozent der Rohbaukarosserie bestanden aus hochfesten Blechen, die bei geringer Materialstärke ein Maximum an Festigkeit boten. Alle Bauteile, die für die Crashsicherheit und die Karosseriesteifigkeit maßgebend sind, waren aus hochfesten Stahlblechen hergestellt. Der Kraftstoffbehälter bestand aus Stahlblech und befand sich in geschützter Position oberhalb der Hinterachse.

Die Verbrauchsökonomie war beim SL der Baureihe R 230 ein Thema, das sich durch viele Kapitel der Konstruktionsvorgaben zog. Maßgeblichen Anteil an einem bei allen Varianten günstigen Kraftstoffverbrauch hatte dabei die leichtgewichtige Karosserie: Motorhaube, vordere Kotflügel, Türen, Kofferraumdeckel, Tanktrennwand und weitere Bauteile bestanden aus Aluminium, wobei vor allem die rund 1,40 Meter lange Motorhaube als Besonderheit unter den Leichtbaukomponenten galt.

Die ausgefeilte Aerodynamik der glatten, strömungsgünstig gestalteten Karosserie, einschließlich des Unterbodens, trug ebenso zur Kraftstoffeinsparung wie auch zur Geräuschminimierung bei. Der Luftwiderstandsbeiwert von cW=0,29 für den geschlossenen Wagen galt als höchst bemerkenswert; bei der Vorgängerbaureihe R 129 hatte er mit Hardtop noch 0,32 betragen. Der geöffnete SL der Baureihe R 230 hatte einen cW-Wert von nur 0,34 (R 129: cW=0,40 mit geschlossenen Seitenscheiben).

Im Sommer 2001 debütierte zunächst der Typ SL 500 mit einem 5-Liter-V8-Motor (M 113), der 225 kW (306 PS) und ein Drehmoment von 460 Newtonmetern abgab. Er zählte zu den stärksten Motoren seiner Fahrzeugklasse, unterbot deutlich die strengen Abgaslimits der EU-4-Norm und beschleunigte den Typ SL 500 in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 250 km/h (elektronisch abgeriegelt). Das bewährte Fünfgang-Automatikgetriebe mit elektronischer Steuerung, zwei Schaltprogrammen und Wandlerüberbrückungs-Kupplung gehörte zur Serienausstattung des SL 500. Eine neu entwickelte Tippschaltung ermöglichte besonders schnelle manuell initiierte Gangwechsel.

Im September 2001 feierte dann der Typ SL 55 AMG auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt/Main seine Premiere. Ausgestattet mit einem neuen V8-Kompressormotor war er damals der leistungsstärkste Mercedes‑Benz Personenwagen: Das 5,5-Liter-Aggregat (M 113) entwickelte 350 kW (476 PS) und bot schon ab 2650/min bis 4500/min ein maximales, konstantes Drehmoment von 700 Newtonmetern. Den Spurt von 0 auf 100 km/h absolvierte das Fahrzeug in 4,7 Sekunden; die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit betrug 250 km/h. Der Motor war kombiniert mit einer Fünfgang-Automatik inklusive Lenkradschaltung per Tastendruck.

Vom Typ SL 500 äußerlich unterschied sich die AMG-Version unter anderem durch Stoßfänger mit noch kraftvollerem Styling, markant geformten Seitenschwellern, dunkel getönten Rückleuchten, exklusiven Vielspeichenfelgen im 18-Zoll-Format und vier verchromten Auspuffrohren.

Im Innenraum betonten die straffer gepolsterten Integralsitze mit spezieller Perforation und farbigen Ziernähten, Zierteile aus hochwertigem Aluminium-Sandguss und Cockpit-Instrumente mit hellen Zifferblättern, silberfarbigen Symbolscheiben und roten Zeigern den Charakter dieses Sportwagens.

2002 folgte der Typ SL 350 mit einem 180 kW (245 PS) starkem 3,7-Liter-V6-Motor (M 112). Er beschleunigte das Fahrzeug in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und brachte es auf eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Serienmäßig war das automatisierte Sechsganggetriebe SEQUENTRONIC mit Lenkradbedienung über zwei Schaltwippen. Die elektronisch gesteuerte Fünfgangautomatik mit Tippschaltung war als Wunschausstattung erhältlich.

Im Januar 2003 stellte Mercedes-Benz den Typ SL 600 mit 368 kW (500 PS) starkem 5,5-Liter-V12-Biturbo-Motor (M 275) als neues Spitzenmodell der Baureihe vor. Er bot ein höchstes Drehmoment von gewaltigen 800 Newtonmetern, das schon bei 1800/min abrufbereit war und bis 3600/min konstant blieb. Das neu entwickelte Zwölfzylindertriebwerk mit zwei Turboladern, Wasser-Ladeluftkühlung, Dreiventiltechnik, Wechselstrom-Doppelzündung und anderen Hightech-Innovationen zählte zu den modernsten Pkw-Motoren der Welt. Es bot Souveränität in jeder Fahrsituation. Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h benötigte der Typ SL 600 nur 4,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit war elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Äußerlich war der Typ SL 600 erkennbar durch eine Kühlermaske mit dezenten Chromapplikationen, silber lackierte Bremssättel, V12-Embleme auf den seitlichen Lufteinlässen, Bi-Xenon-Scheinwerfer und exklusive Leichtmetallräder. An der Vorderachse kamen Reifen der Größe 255/40 R 18 zum Einsatz, an der Hinterachse solche der Dimension 285/35 R 18.

Auf Basis des Typ SL 350 stellte Mercedesenz im Juni 2003 in Erinnerung an das legendäre Straßenrennen das Sondermodell „ Mille Miglia Edition 2003" vor: Nur zwölf Stück wurden gebaut. Sie waren lackiert in einer speziellen „Silver Arrow"-Metalliclackierung und hatten Bordkanten-Zierstäbe aus mattglänzendem Aluminium, formschöne 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Breitreifen der Größen 255/40 ZR 18 (vorn) und 285/35 ZR 18 (hinten) sowie „Mille Miglia"-Plaketten in den Entlüftungsgittern der vorderen Kotflügel und auf dem Kofferraumdeckel.

Das Variodach bestand beim Sondermodell aus Glas und ermöglichte den Passagieren einen Panorama-Durchblick. Zu den Besonderheiten des Interieurs zählten unter anderem eine zweifarbige Nappaleder-Ausstattung: Die Sitze präsentierten sich im Farbton „Classicrot", der auch bereits bei den legendären SL-Sportwagen der 1950er Jahre Akzente gesetzt hatte. Der Dachhimmel war mit weichem Alcantara bespannt, und die Zierteile in der Mittelkonsole und an den Türen bestanden aus Aluminium mit mattglänzender Oberfläche. Mit Hilfe eines neuartigen Laserverfahrens arbeiteten die Designer neben dem „ Mille Miglia"-Logo auch den Streckenverlauf des 1000-Meilen-Rennens in die Lederbezüge der Kopfstützen ein.

Zur weiteren Serienausstattung des Sondermodells gehörten unter anderem das Bedien- und Anzeigesystem COMAND, die Einparkhilfe PARKTRONIC, Multikonturlehnen, CD-Wechsler und Soundsystem. Der V6-Motor war beim Sondermodell serienmäßig mit einem Fünfgang-Automatikgetriebe gekoppelt.

Im Jahr 2004 feierte Mercedes-Benz das Erscheinen des Typ 300 SL im Jahr 1954 mit dem Sondermodell „Edition 50", das in den Typen SL 350 und als SL 500 in einer insgesamt auf 550 Stück limitierten Serie erhältlich war. Zu den optischen Akzenten gehörten beispielsweise die silberne, matt lackierte Kühlermaske mit Chromzierstäben, die 18-Zoll-Leichtmetallräder im Turbinen-Design, die hochglanzpolierten Bordkanten-Zierstäbe, das Windschott mit hochglanzpoliertem Rahmen und die abgedunkelten Heckleuchten.

Im Interieur war es eine Leder-Alcantara-Kombination am Kombi-Instrument. Die Sitze, serienmäßig Klimakomfortsitze mit Multikonturfunktion, waren mit Nappaleder bezogen, die Kopfstützen trugen ein gelasertes „ Edition 50"-Logo. Die Zierteile des Interieurs bestanden aus einem neuen Aluminium-Dekor oder wahlweise aus schwarzem Eschenholz. Je nach persönlichem Geschmack war auch die Lederausstattung auf Wunsch zweifarbig in Condorsilber/Schwarz oder einfarbig in designo-Schwarz mit Ziernähten in Quarz erhältlich. Die weitere Serienausstattung war umfangreich. Zu ihr zählten etwa das Radio-/Navigationssystem COMAND APS inklusive CD-Wechsler und Surround-Soundsystem, unter anderem aber auch Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage und eine Einparkhilfe PARKTRONIC.

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