PKW4541 Vaneo Compact-Vans der Baureihe 414, 2001 - 2005

Vaneo Compact-Vans der Baureihe 414, 2001 - 2005

Der multifunktionale CompactVan Vaneo, den MercedesBenz im September 2001 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt/Main dem Publikum präsentierte, war Familienlimousine, Freizeitfahrzeug und Großraumkombi zugleich. Unter Verwendung des innovativen Fahrzeugkonzepts der A-Klasse Baureihe 168 bot er auf der Verkehrsfläche einer Kompaktlimousine das Raumangebot eines Minivans. Entsprechend breit gestreut war die anvisierte Käuferzielgruppe, die von jungen Familien bis hin zu Kleingewerbetreibenden reichte. Ab Ende 2001 wurde der Compact-Van im Mercedes-Wenz Werk Ludwigsfelde, südlich von Berlin gelegen, gebaut. Am Standort hatte man zuvor rund 500 Millionen Euro in hochmoderne Produktionsanlagen investiert.

Im äußeren Erscheinungsbild zeigte der Vaneo eine erkennbare Verwandtschaft zur A-Klasse, trug aber dank seines besonders konsequent umgesetzten Monospace-Designs dennoch eine unverwechselbare gestalterische Handschrift. Prägende Merkmale hierbei waren die tief angesetzte Gürtellinie, großzügige Fensterflächen, speziell die betont schräggestellte Frontscheibe, und zwei große seitliche Schiebetüren, die den Zustieg zu den hinteren Sitzen ausgesprochen bequem machten. Ebenfalls augenfällig waren das hohe Dach und das Heck mit vollflächig dimensionierter, eckiger Laderaumklappe und senkrecht angeordneten, bi-chromatischen Rückleuchten, die eine Länge von nahezu einem Meter aufwiesen. Über Kiemen in deren oberem Bereich wurde zugleich der Innenraum entlüftet. Das obere Ende des Heckabschlusses bildete ein bogenförmiger Dachspoiler mit integrierter dritter Bremsleuchte. Dank eines vollständig mit Kunststoff verkleideten Unterbodens und einer Reihe weiterer aerodynamischer Maßnahmen lag der Luftwiderstandsbeiwert des Vaneo, trotz der für diese Fahrzeugklasse typischen großen Stirnfläche, bei lediglich cW 0,33.

Der Compact-Van bot Platz für bis zu fünf Erwachsene und zwei Kinder oder beförderte selbst umfangreiche Hobby-Ausrüstungen bis zu einem Ladevolumen von 3.000 Liter und bis zu 600 Kilogramm Gewicht. Mit seiner 1.830 mm hohen Karosserie und der waagerecht verlaufenden Dachlinie bot der Vaneo auf allen Plätzen konkurrenzlos viel Kopffreiheit. Einen neuen Klassenmaßstab setzte auch das sogenannte Komfortmaß, das die Länge zwischen dem vorderen Türanschlag und dem hinteren Ende der zweiten Seitentür abbildete. Da wegen des von der A-Klasse übernommenen Sandwich-Konzepts der Innenraumboden um rund 200 Millimeter höher als in herkömmlichen Pkw lag, gelang zudem der Einstieg in den Vaneo besonders leicht.

Der Laderaum präsentierte sich absolut eben und dank der kompakten Hinterachskonstruktion zwischen den Radkästen sehr breit. Die beiden seitlichen Schiebetüren waren mit einer lichten Weite von 756 Millimetern und einer Höhe von 1.210 Millimetern stattlich dimensioniert und gaben eine entsprechend große Öffnung frei. Komfortables Be- und Entladen erlaubte gleichfalls die große Heckklappe, die, von Gasdruckfedern unterstützt, soweit nach oben schwenkte, dass auch Großgewachsene entspannt unter ihr stehen konnten. Als Alternative zur Klappe war auch eine im Verhältnis 2/3 zu 1/3 senkrecht geteilte Hecktür erhältlich, deren breiterer linker Teil sich auch separat öffnen ließ.

Das Innenraumkonzept des Vaneo war durch ausgeprägte Variabilität gekennzeichnet. Es gab eine Vielzahl möglicher Sitzkonfigurationen, und zahlreiche durchdachte Ausstattungsdetails sorgten für einen hohen Nutzwert. Beispielsweise ließ sich die Fondsitzbank im Verhältnis 60 zu 40 % teilen. Dabei konnten die Rückenlehnen auf die Sitzkissen geklappt und mit diesen zusammen hinter den Vordersitzen verstaut oder sogar komplett – einzeln oder am Stück – ausgebaut werden. Mithilfe von Schnellverschlüssen ließen sich die Sitze mit wenigen Handgriffen aus der Verankerung im Fahrzeugboden lösen und durch die großen Schiebetüren aus dem Fahrzeug hieven. Es bestand auch die Möglichkeit, anstelle des entfernten breiteren Fondsitzteils einen Innenraumträger für zwei Fahrräder zu montieren. Optional war darüber hinaus ein demontierbarer Beifahrersitz erhältlich. Dadurch konnte an dieser Stelle das Maß zwischen Armaturentafel und Heckklappe auf nahezu drei Meter anwachsen – genug Raum, um selbst sperrige Gegenstände wie Leitern unterzubringen. 

Ebenfalls kennzeichnend war die für die Fahrzeugklasse außergewöhnliche Personentransport-Kapazität des Vaneo. Um bis zu sieben Personen Platz zu bieten, war auf Wunsch eine aus zwei Einzelsitzen bestehende dritte Sitzreihe zu haben, die speziell für die Nutzung durch Kinder entwickelt worden war. Die Sitze warteten mit zahlreichen individuellen Einstellmöglichkeiten auf, beispielsweise verstellbaren Armlehnen, die an die besonderen Bedürfnisse von Kindern angepasst waren. Ferner waren unter anderem integrierte Sitzgurte sowie spezielle Kopfpolster für den Schlaf vorhanden. Auch die beiden Sitze der dritten Reihe konnten ausgebaut oder als Alternative umgeklappt werden. Die hohe Familientauglichkeit des Vaneo unterstrichen zudem die optional auch für die zweite bzw. – bei entsprechender Ausstattung – mittlere Sitzreihe erhältlichen, jeweils außen platzierten und mit Fußstützen versehenen Kindersitze. Im Bedarfsfall ließen sich diese auch in Tisch-Stellung klappen oder senkrecht vor die nächste Sitzreihe falten. 

Darüber hinaus ermöglichte das durchdachte Raumkonzept in puncto Laderaummanagement den Einsatz eines auf Wunsch verfügbaren ausziehbaren Laderaumbodens, der die Verankerungspunkte der hintersten Sitzreihe nutzte und im herausgezogenen Zustand mit bis zu 120 Kilogramm belastet werden konnte. Ergänzend stand unter anderem ein spezieller Schutz für den Transport schmutziger Güter bereit: eine dachhohe, einfach zu befestigende Laderaumauskleidung. Diese mit kratzfestem Kunststoff beschichtete Plane wurde in den Laderaum geschoben; anschließend konnten die vier Seitenwände wie bei einem Karton aufgeklappt und mit Haken am Fahrzeug gesichert werden. Auf diese Weise war der Laderaum bis zu den Sitzen und bis zum Dach vor Verschmutzung geschützt. Nach Gebrauch ließ sich die Auskleidung wieder herausnehmen, reinigen und zusammengelegt verstauen.

Zum Zeitpunkt seiner Markteinführung Anfang 2002 standen für den Vaneo drei unterschiedliche Ausstattungslinien zur Wahl. Die Basis bildete die Linie „TREND“, die schon umfassend mit den wichtigsten und beliebtesten Ausstattungselementen dotiert war. Darüber positioniert waren die Linien „FAMILY“ mit zusätzlichen, auf den speziellen Bedarf von Familien abgestimmten Umfängen, und „AMBIENTE“, die komfortorientiert zugeschnitten war.

Neben einer Fülle weiterer einzeln spezifizierbarer Sonderausstattungen waren als Innovation auch sogenannte „Freizeitpakete“ erhältlich, die auf die hohe Praktikabilität des Vaneo abhoben. Angeboten wurden die Pakete „Surf“, unter anderem mit einem Dachträgersystem für ein Surfboard und einer Kühlbox versehen, das Paket „Bike“, das beispielsweise eine Fahrradträgerleiste innen, eine 12 V-Luftpumpe sowie ein Adapterset für Reifenventile enthielt, das Paket „Snow“ mit besonderen Ausstattungselementen für Wintersportler, das Paket „Dog“, das sich unter anderem mit einem längs trennbaren Laderaumgitter an Hundehalter richtete, sowie das transportorientierte Paket „Carry“, das auch die schmutzabweisende Laderaumauskleidung inkludierte.

Bereits konstruktionsbedingt wies der Vaneo zahlreiche Sicherheitsmerkmale auf, die in dieser Fahrzeugklasse wegweisend waren. Wie in der A-Klasse waren die Passagiere durch den Energie verzehrenden Sandwich-Boden und der sich nach unten ausklinkenden Antriebseinheit überdurchschnittlich gut vor möglichen Unfallfolgen geschützt. Im Sandwich zwischen dem ebenen Boden des Fahrgastraums und der Unterseite des Fahrzeugs befanden sich gitterartig angeordnete Längs- und Querträger, die bei einem Aufprall als Lastpfade fungierten und die, je nach Unfallart, aus unterschiedlichen Richtungen einwirkende kinetische Energie absorbierten. Ebenfalls der Sicherheit aller Personen an Bord eines Vaneo dienlich war, dass die Aufnahmepunkte für die verschiedenen Sitzkonfigurationen über Konsolen unmittelbar mit den hochstabilen Querträgern verbunden waren. 

Eine zweite Besonderheit des bereits aus der A-Klasse bekannten Sicherheitskonzepts war der sogenannte Pedalboden unter dem vorderen Fußraum. Dieser war so massiv ausgeführt und speziell geformt, dass Motor, Getriebe und andere Aggregate bei einer Frontalkollision nicht in den Innenraum eindringen und die Passagiere gefährden konnten. Stattdessen glitt die kompakte und um rund 60° nach vorn geneigte Antriebseinheit am schrägen Pedalboden nach unten ab.

Ebenfalls zur hohen passiven Sicherheit im Vaneo trugen die zum Serienumfang zählenden Rückhaltesysteme bei. Neben den an den Vordersitzen sowie den beiden äußeren Plätzen der zweiten Sitzreihe obligatorischen Dreipunktgurten mit Gurtstraffer und den an sämtlichen Sitzen vorhandenen Rahmen-Kopfstützen gehörten Front- und Seitenairbags für die beiden vorne Sitzenden zum Ausstattungsstandard. Im Bereich sicherheitsfördernder elektronischer Regelsysteme galt dies selbstverständlich auch für das Antiblockiersystem ABS, die Antischlupfregelung ASR und das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP. Eine Besonderheit war der ebenfalls serienmäßige Bremsassistent BAS, der bei mangelndem Pedaldruck in als kritisch identifizierten Bremssituationen automatisch eine optimierte Bremswirkung herbeiführte. Als weitere elektronisch geregelte Systeme zur Steigerung von Sicherheit und Komfort standen auf Wunsch beispielsweise ein Tempomat und die Einparkhilfe PARKTRONIC bereit.

In Sachen Antrieb und Kraftübertragung griff der Compact-Van gleichfalls auf bewährte Komponenten aus der A-Klasse Baureihe 168 zurück. Bereits bei seiner Markteinführung war der Vaneo mit drei Otto- und zwei Dieselmotorisierungen lieferbar, die standardmäßig jeweils mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt waren oder, je nach Modell, als Sonderausstattung auch mit einer automatischen Kupplungsbetätigung oder einer 5-Gang-Wandlerautomatik kombiniert werden konnten.

Im einfach als Vaneo bezeichneten Einstiegsmodell arbeitete als Basis-Benziner ein 1,6 Liter großer Vierzylinder der Motorenbaureihe M 166, der eine Leistung von 60 kW/82 PS abgab. Das Zweiventil-Triebwerk war mit einer kettengetriebenen obenliegenden Nockenwelle ausgestattet und verfügte zur Emissionsminderung über einen geregelten 3-Wege-Katalysator. Die Fahrleistungswerte dieser nur mit manueller Kraftübertragung erhältlichen Grundversion fielen recht diskret aus. Als Höchstgeschwindigkeit wurden 155 km/h und für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h eine Zeit von 15,8 Sekunden angegeben. Mehr bot der darüber rangierende Vaneo 1.6, dessen ebenfalls der Motorenbaureihe M 166 entstammender Vierzylinder bei identischem Hubraum eine Leistung von 75 kW/102 PS erzeugte, was dem Compact-Van zu größerer Lebhaftigkeit verhalf. Hier betrugen die entsprechenden Eckwerte 167 km/h bzw. 13,5 Sekunden.  

Im Otto-motorisierten Topmodell Vaneo 1.9 kam dagegen eine auf 1898 cm³ Hubraum vergrößerte Version des M 166 zum Einsatz, die mit ihren 92 kW/125 PS ein – im seinerzeitigen Kontext – durchaus gehobenes Fahrdynamikniveau bot. Hier belief sich die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h, und der klassische Beschleunigungssprint auf 100 km/h wurde in 11,1 Sekunden absolviert. Alle drei Benzinversionen warteten mit vergleichsweise bescheidenen Norm-Verbrauchswerten auf, die sich, je nach Modell und Getriebeausstattung, zwischen 7,8 und 8,5 Liter auf 100 Kilometer bewegten.

Die beiden Selbstzünder-Modelle Vaneo CDI und Vaneo 1.7 CDI wurden vom gleichen 1,7 Liter großen Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung und Ladeluftkühlung angetrieben, waren aber ebenfalls auf unterschiedliche Leistungsvolumina justiert. Im Vaneo CDI verfügte der moderne, mit Vierventiltechnik und zwei obenliegenden Nockenwellen konzipierte Vierzylinder der Motorenbaureihe OM 668 über 55 kW/75 PS und im Vaneo 1.7 CDI über 67 kW/91 PS. Die ins Auge gefassten Käuferzielgruppen mussten bei den Dieselversionen mit besonders zurückhaltenden Fahrleistungsangaben vorliebnehmen. Als Höchstgeschwindigkeiten wurden 150 bzw. 160 km/h und als Beschleunigungszeiten von 0 auf 100 km/h 19,5 bzw. 16,0 Sekunden kommuniziert. Die günstigen durchschnittlichen Norm-Kraftstoffverbrauchswerte von 5,7 bis 5,9 Liter auf 100 Kilometer bei handgeschalteten Modellen trösteten jedoch über das begrenzte Dynamikpotenzial hinweg.

Wie schon beim Sandwich-Boden und bei den Triebsträngen bediente sich der Vaneo auch in Sachen Fahrwerksauslegung bei der ersten A-Klasse Generation. Vorne offerierten, wie bei der Limousine, McPherson-Federbeine und Querlenker eine präzise Spurführung samt beachtlichem Komfortniveau. Hinter kam eine Längslenkerachse zum Einsatz, die dank ihrer raumsparenden Bauweise unterhalb des Ladebodens angeordnet werden konnte, ohne das Platzangebot im Innenraum des Compact-Van zu beeinträchtigen. Ebenfalls serienmäßig an Bord war eine elektromechanische Servolenkung und eine Vierrad-Scheibenbremsanlage, deren vordere Scheiben innenbelüftet waren und damit auch hohen thermischen Belastungen standhielt. Für die Fahrzeugklasse üppig dimensioniert zeigte sich die bei allen Modellversionen des Vaneo identische Bereifung: Rundum sorgten Pneus im Format 195/55 R 15 für bestmöglichen Fahrbahnkontakt.

Eng gestaffelt präsentierten sich die zum Markteintritt fixierten Brutto-Listenpreise für den neuen multifunktionalen Compact-Van. Die Grundpreise verstanden sich dabei inklusive der „TREND“-Ausstattungslinie und reichten von 16.680,00 Euro für den schlicht Vaneo genannten Einstiegs-Benziner bis hin zu 19.020,00 Euro für den bestmotorisierten Vaneo 1.9. Für die beiden Dieselmodelle Vaneo CDI und Vaneo CDI 1.7 wurden 17.630,00 Euro bzw. 18.500,00 Euro in Rechnung gestellt. Je nach Wunsch addierten sich für die beiden höherwertigen Linien „FAMILY“ und „AMBIENTE“ noch einmal 1.360,00 Euro bzw. 1.550,00 Euro hinzu. 

Auf dem Genfer Automobilsalon 2003 stellte MercedesBenz mit der Line „IMAGINATION“ eine weitere Ausstattungslinie für den Vaneo vor. Diese richtete sich an eine Kundenklientel, die im Compact-Van nicht nur ein nutzorientiertes Raumwunder, sondern auch ein vielseitig einsetzbares kleines Luxusfahrzeug sah. Kennzeichnend waren hier gezielte Aufwertungen des äußeren Erscheinungsbildes, vor allem aber ein mit besonders hochwertigen Materialien ausstaffiertes Interieur.

Optisch war die ab Frühjahr 2003 lieferbare IMAGINATION-Ausstattung auf den ersten Blick an 16-Zoll-Leichtmetallrädern, einer Metalliclackierung, den in Wagenfarbe lackierten Türgriffen und dem gleichfalls in Wagenfarbe lackierten Kühlergrill zu identifizieren. Innen gehörte eine zweifarbig ausgeführte und mit Ziernähten versehene Lederausstattung zum Umfang, die neben Sitzen, Lenkrad und Schaltknauf auch die vorderen und hinteren Türinnenverkleidungen umfasste. Des Weiteren waren die Mittelkonsole sowie der Zierstab in der Instrumententafel mit schwarzem Wurzelholzdekor belegt. Zusätzlich umfasste das Ausstattungspaket unter anderem Edelstahl-Einstiegsleisten an allen Türen, eine Zentralverriegelung mit Funk-Fernbedienung, eine Gepäckraumabdeckung sowie eine 12-Volt-Steckdose.

Zu haben war die Line IMAGINATION für einen zusätzlich zum Fahrzeugpreis auf Basis der „TREND“-Line anfallenden Brutto-Listenpreis von 3.100,00 Euro. 

In etwa zeitgleich zum neuen Luxus-Ausstattungspaket kam – ebenfalls im Frühjahr 2003 – das erste und während des gesamten Bauzeitraums einzige Editionsmodell des Vaneo auf den Markt. Unter der Bezeichnung „Spring“ wartete es serienmäßig mit den zehn beliebtesten Sonderausstattungen auf, die für den Compact-Van geordert wurden. Vorbehalten waren die „Spring"-Umfänge ausschließlich den beiden leistungsfähigeren Benzinermodellen mit 75 kW/102 PS und 92 kW/125 PS sowie der mit 67 kW/91 PS stärkeren der beiden Dieselversionen.

Blickfänge am Exterieur des Sondermodells waren unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, eine Dachreling und eine Metalliclackierung in Brillantsilber oder Carbonschwarz; ebenso im Ausstattungspaket enthalten waren elektrisch betätigte Ausstellfenster hinten. Im Innenraum zählten die – ansonsten für sämtliche Vaneo Versionen optional verfügbare – Klimaanlage, das Radio Sound 30 CD, die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sowie eine Gepäckraumabdeckung zu den Highlights der „Spring“-Ausführung.

Die Brutto-Listenpreise der Editionsmodelle starteten bei 22.596,00 Euro für den Vaneo 1.6. Im Sinne einer gezielten Absatzförderung lag der Kundenvorteil des Ausstattungspaket linear bei 1.740,00 Euro.

Bereits im Sommer 2003 legte Mercedes-Benz das nächste Sondermodell nach. Es trug den Namen „La Vida“ und ähnelte in seinem Zuschnitt stark der wenige Monate zuvor lancierten „Spring“-Ausführung. Das betreffende Ausstattungspaket zeigte sich aber im Detail noch einmal erweitert. So wurde am Exterieur den wiederum vorhandenen Merkmalen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Metallic-Lackierung und Dachreling, ein Zierdesign mit dem Schriftzug „La Vida“ hinzugefügt. Im Innenraum, der ebenfalls eine Klimaanlage, elektrische Ausstellfenster hinten, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, eine Gepäckraumabdeckung sowie das Radio Sound 30 mit CD-Laufwerk aufwies, kamen nun noch elektrische Fensterheber vorn, der spezielle Sitzbezugstoff Cara Anthrazit sowie spezielle Fußmatten mit dem Schriftzug „La Vida“ hinzu.

Zunächst war das Editionsmodell – wie schon im Fall des Vaneo Spring – nur für die Benziner-Motorisierungen 1.6 und 1.9 sowie das Selbstzünder-Modell Diesel CDI 1.7 verfügbar. Ab Anfang 2004 weitete Mercedes-Benz das Angebot auch auf die beiden Einstiegsmodelle der Palette, Vaneo und Vaneo CDI, aus. Kennzeichnend dabei war die nochmals kundenfreundlichere Gestaltung der Brutto-Listenpreise: Trotz der vorgenommenen Aufwertungen waren die „La Vida“- gegenüber den „Spring“-Ausführungen zu noch einmal leicht reduzierten Einstandspreisen zu haben. In Verbindung mit der 55 kW/75 PS starken Diesel-Basismotorisierung wurden 21.534,24 Euro berechnet.

Dank seines in der Compact-Van-Klasse einzigartigen Gesamtkonzepts bot sich der ebenso geräumige wie variable Vaneo geradezu für spezielle Verwendungsprofile an. Dabei richtete Mercedes-Benz den Blick vor allem auf zwei Felder: den Taxi-Betrieb und den Einsatz für und mit mobilitätseingeschränkten Menschen. So bot man ab Frühsommer 2002 auf Wunsch ein komplettes Taxipaket an, dessen Ausstattungsumfang unter anderem die Vorbereitung für den Einbau elektronischer Taxameter und moderner Funkgeräte sowie die Vorrüstung für die Montage eines Funklautsprechers sowie des elektrischen Taxi-Dachzeichenanschlusses beinhaltete. Außerdem gehörten eine verstärkte Batterie, eine Dachantenne für Funk und Telefon, eine Funkfreisprechvorrüstung sowie die Taxi-Notalarmanlage dazu. In Rechnung gestellt wurde für das Taxipaket ein Brutto-Listenpreis von 951,20 Euro.  

Nur zwei Monate später, im Juli 2002, präsentierte man die Vaneo Studie EM – die Buchstabenkombination stand für „eingeschränkte Mobilität“. Die Studie auf Basis eines Vaneo CDI 1.7 TREND mit Automatik, verstellbarer Lenksäule, PARKTRONIC, Klimaanlage und Schiebetüren, die vorerst nur auf Messen und Ausstellungen gezeigt wurde, um die Publikumsreaktionen zu testen, wies eine Vielzahl zusätzlicher zweckgebundener Ausstattungselemente auf. Beispiele waren eine Einstiegshilfe mit Sitzbrett für den Fahrersitz, ein Schwenkhubsitz auf der Beifahrerseite, ein Kofferraumlifter für einen Elektrorollstuhl im Laderaum, ein Rollstuhllifter seitlich an der Schiebetür für einen Faltrollstuhl und ein Handbediengerät, mit dessen Hilfe die wichtigsten elektrischen Fahrzeugfunktionen direkt vom Lenkrad aus per Infrarot-Fernbedienung gesteuert werden konnten.

Vor dem Hintergrund insgesamt unbefriedigender Absatzzahlen, die der Vaneo trotz bester konzeptioneller wie technischer Voraussetzungen erreichte, blieben auch die seitens Mercedes-Benz geleisteten Anstrengungen um weitere Diversifizierung der Kundenkreise weitgehend fruchtlos. Selbst die über den gesamten Bauzeitraum hinweg unveränderten Brutto-Listenpreise für den Compact-Van – lediglich für die höherwertigen Ausstattungslinien wurden die Einstandspreise im Lauf der Zeit moderat angepasst – resultierten nicht in einer durchgreifenden Besserung der Situation. Insgesamt brachte es der Vaneo in den gut viereinhalb Jahren zwischen seinem Marktstart Anfang 2002 und dem endgültigen Produktionsstopp im Sommer 2005 auf knapp 55.500 gebaute Fahrzeuge – ein Resultat, das die Erwartungen deutlich verfehlte.

Die Fertigungsstatistik zeigte eine ungewöhnlich inhomogene Verteilung der von den einzelnen Modellversionen erreichten Stückzahlen: Allein auf das beliebteste Modell, den Vaneo CDI 1.7, entfiel mit über 34.000 Einheiten ein Anteil von rund 60 % - eine für sich genommen durchaus respektable Bilanz. Der Rest der Angebotspalette erwies sich dagegen als weit weniger nachgefragt: Hinter dem Bestseller rangierten die Benziner Vaneo 1.9 und Vaneo 1.6 mit nur rund 9.600 bzw. 8.700 Einheiten, während die beiden verbleibenden, am schwächsten motorisierten Modelle, der Einstiegs-Benziner Vaneo CDI mit nicht einmal 1.200 Fahrzeugen, ein wahrhaftes Schattendasein führten.

Erst 2012 bereicherte mit dem Citan ein neuer Hochdach-Van der Kompaktklasse das Angebotsportfolio von Mercedes-Benz – diesmal war das Fahrzeug jedoch keine vollständige Eigenkonstruktion, sondern in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Renault entstanden.

Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Im Verlauf des Gestaltungsprozesses entstehen futuristisch anmutende Des...
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Vaneo, Compact-Van - W 414, Design
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Im Verlauf des Gestaltungsprozesses entstehen futuristisch anmutende Des...
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Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Im Verlauf des Gestaltungsprozesses entstehen futuristisch anmutende Des...
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Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Ausstattungslinie FAMILY (Code VP 4), Metallic-Lack Brillantsilber (9744...
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Vaneo FAMILY, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Ausstattungslinie FAMILY (Code VP 4), Metallic-Lack Brillantsilber (9744...
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Vaneo FAMILY, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Ausstattungslinie TREND, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Jaspisblau (9345), Polster CORTEZ...
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Vaneo TREND, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Ausstattungslinie FAMILY (Code VP 4), Metallic-Lack Brillantsilber (9744...
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Vaneo FAMILY, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Fahrzeug links: Ausstattungslinie FAMILY (Code VP 4), Metallic-Lack Bril...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Fahrzeug links: Ausstattungslinie AMBIENTE (Code VP 3), Metallic-Lack Be...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005, Interieur. Ausstattungslinie FAMILY (Sonderausstattung, Code VP 4): Pols...
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Vaneo FAMILY, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005, Interieur. Ausstattungslinie FAMILY (Sonderausstattung, Code VP 4): Pols...
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Vaneo FAMILY, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Ausstattungslinie TREND, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Karbonschwarz (9154), Polster COR...
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Vaneo TREND, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Ausstattungslinie FAMILY (Code VP 4), Metallic-Lack Brillantsilber (9744...
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Vaneo FAMILY, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Brillantsilber (9744), Sonderausstattungen: Leichtmetallfe...
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Vaneo, Compact-Van - W 414
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Vaneo IMAGINATION, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Ausstattungslinie IMAGINATION, Baureihe 414 (2001 - 2005), Metallic-Lack Brillantsilber (9744). Vor...
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Vaneo IMAGINATION, Compact-Van - W 414
Mercedes-Benz Vaneo, Ausstattungslinie TREND, Baureihe 414, 2001 - 2005. Metallic-Lack Karbonschwarz (9154), Polster COR...
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Vaneo TREND, Compact-Van - W 414
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