Im Juni 2003 präsentierte Mercedes‑Benz die Großraumlimousinen der Baureihe 639. Die neuen Fahrzeuge wurden nicht mehr – wie noch ihre Vorgänger – als V-Klasse, sondern unter der Verkaufsbezeichnung Viano angeboten. Teil der integrierten Gesamtentwicklung waren ebenso die Kastenwagen und Kombi der Transporterbaureihe Vito. Das weiterentwickelte Fahrzeugkonzept war auf zahlreiche verfügbare Modellvarianten ausgerichtet, wodurch im Vergleich zur bisherigen V-Klasse ein deutlich breiteres Anwendungsspektrum abgedeckt werden konnte.
Das äußere Erscheinungsbild des Viano war durch eine wesentlich dynamischere Formsprache geprägt, die aber zugleich ihre Zugehörigkeit zur Mercedes‑Benz Fahrzeugfamilie erkennen ließ. Die Gestaltung von Scheinwerfern und Kühlergrill sowie die Linie vom formintegrierten Stoßfänger bis zur Frontscheibe waren in dieser Hinsicht ebenso unverwechselbar wie der fließende Übergang in die Fahrzeugflanken. An diesen wiederum fielen die markant gezeichneten Radausschnitte, eine in Hüfthöhe keilförmig nach hinten ansteigender Sicke, die oberflächenbündige Verglasung mit verdeckter C-Säule sowie das Design der Stoßleisten als Mercedes-Benz typische Merkmale in den Blick. Das Fahrzeugheck mit großer Laderaumklappe dominierten optisch die großformatigen, vertikal angeordneten Leuchteinheiten. Die gerundeten und glatten Übergänge zwischen den einzelnen Karosseriesegmenten sorgten in Verbindung mit den bündig eingeklebten Scheiben außerdem für den in dieser Fahrzeugklasse äußerst günstigen Cw‑Wert von 0,33.
Für den Viano standen zwei Radstände (3200 Millimeter und 3430 Millimeter) sowie drei Fahrzeuglängen (4748 Millimeter, 4990 mm und 5223 Millimeter) zur Verfügung. Während die beiden Radstände durch ab der C‑Säule unterschiedlich lange Längsträger hinten erzeugt wurden, ergaben sich die drei unterschiedlichen Fahrzeuglängen durch zwei verschieden lange hintere Überhänge. Weitere Varianten bei der Karosserieausführung resultierten aus den Spezifikationen der seitlichen Schiebetüren. Die auf der rechten Fahrzeugseite zählte zum Serienumfang, eine zweite auf der linken Seite war als Sonderausstattung zu ordern; beide waren jeweils mit einer Höhe von 985 Millimetern und einer Breite von 1240 Millimetern großzügig dimensioniert. Als Laderaumtür kam serienmäßig eine Heckklappe mit einem Öffnungswinkel von rund 90° zum Einsatz.
Auch im Innenraum wartete der Viano mit einer völlig neuen Gestaltung auf. Dabei standen die Design- und Ausstattungslinien TREND, AMBIENTE und FUN zur Wahl, die jeweils auf die Bedürfnisse von Familien, die Nutzung im Businessbereich oder in der Freizeit zugeschnitten waren; das voll alltagstaugliche Reisemobil MARCO POLO ergänzte die Angebotspalette.
Die Platzverhältnisse im Viano Innenraum fielen betont üppig aus. Um diese maximal flexibel nutzen zu können, war im Fahrzeugboden ein Schienensystem mit 25‑Millimeter-Rastung eingelassen, das die Aufnahme, Längsverschiebung und variable Justierung von Sitzen und Sitzbänken erlaubte; beide waren zudem segmentweise klapp- und nach vorne kippbar. Darüber hinaus war die Ausrichtung der Sitzplätze frei wählbar und ermöglichte auch eine Vis-à-vis-Anordnung. Insgesamt konnten bis zu acht Passagiere transportiert werden, sofern als Sonderausstattung eine zweite 3er-Sitzbank im Fahrgastraum spezifiziert wurde.
Schon auf den Vordersitzen herrschte ein luftiges Raumgefühl. Weite Verstellbereiche der Sitze und ein in der Höhe sowie teleskopisch verstellbares Lenkrad sorgten für eine optimale Sitzposition. Dank der nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen gestalteten Instrumententafel und der logischen Anordnung sämtlicher Bedienelemente war deren praxisgerechte Erreichbarkeit sichergestellt. Wie bei der Vorgängerbaureihe W 638 war der Schalt- bzw. Wählhebel des Getriebes in die Mittelkonsole integriert.
Im direkten Blickfeld befand sich das in einer Einheit zusammengefasste Kombiinstrument, das – je nach Ausstattungslinie als Low- oder HighLine-Version – zahlreiche Anzeigeskalen und Warnleuchten aufwies. Optional lieferbar war ein Multifunktionslenkrad, das in der Ausstattungslinie AMBIENTE zum Serienumfang gehörte.
Großen Wert hatten die Entwickler auf ein durchdachtes Ablagenkonzept für den Innenraum gelegt. Neu war zum Beispiel ein oben auf der Armaturentafel platziertes großformatiges Ablagefach mit Deckel. Das abschließbare Handschuhfach wies ein Fassungsvermögen von stattlichen 11 Litern auf. Darüber hinaus waren diverse Cupholder, ein Brillenfach sowie große Staufächer in Fahrer- und Beifahrertür an Bord.
Bei den Viano Ausführungen TREND, AMBIENTE, FUN und MARCO POLO gehörte die Klimaanlage TEMPMATIK mit fünfstufigem Gebläse, automatischer Temperaturregelung, Staub-/Aktivkohlefilter und Motor-Restwärmeausnutzung zum Serienumfang. Alternativ stand optional die Klimaautomatik THERMOTRONIK mit stufenlos geregeltem Gebläse und automatischer Regulierung von Luftmenge und Luftverteilung bereit. Die Versionen TREND und AMBIENTE verfügten zusätzlich über eine serienmäßige Fondheizung, die von den hinten Sitzenden manuell reguliert werden konnte. Auch hier konnte optional eine Klimaanlage spezifiziert werden.
Über die reichhaltige Standardausstattung hinaus, stand wie gewohnt noch eine Fülle weiterer, den Komfort und/oder die Praktikabilität steigernder Wunschausstattungen bereit, unter anderem Ledersitze, eine Dachreling, diverse Fensterausführungen, eine Standheizung, ein Tempomat, die Einparkhilfe PARKTRONIC sowie verschiedene Radio- und Informationssysteme. Ergänzend dazu war auch eine Reihe eigens zusammengestellter Ausstattungspakete erhältlich, deren Umfänge sich unmittelbar an unterschiedlichen Nutzerbedürfnissen ausrichteten. Je nach Ausstattungslinie standen zunächst die Pakete BIKE, BUSINESS, LIFE und KOMFORT PLUS zur Wahl. Auswahl und Zuschnitt dieser Ausstattungspakete variierten im Lauf der Folgejahre noch mehrfach. So waren, zum Teil zeitweise, auch die Pakete ENTERTAINMENT, ACITIVITY, FRESH und X-CLUSIVE verfügbar. In Kombination mit den verschiedenen Fahrzeuglängen entstand damit ein äußerst vielfältiges, auf individuelle Bedürfnisse konfigurierbares Fahrzeugprogramm.
Was die für den Viano verfügbaren Infotainmentsysteme anbetraf, stellte – neben der als „Autopilot-System COMAND“ bezeichneten Top-Ausführung – die ab Herbst 2003 lieferbare neue Variante SOUND 40 PRO mit integriertem Navigationssystem und Internetzugang über das Mercedes‑Benz Portal den neuesten Stand der Technik dar. Das System ermöglichte den Zugriff auf E-Mail, Fax und SMS sowie zahlreiche andere Dienste, insbesondere im Bereich der Verkehrsinformation. Als Anzeigemedium diente in beiden Fällen ein zentral angeordnetes TFT-Farbdisplay. Für geringere Ansprüche standen auch deutlich niedriger spezifizierte Radioanlagen mit Cassetten- oder CD-Laufwerk bereit, wie sie bis dato üblich gewesen waren.
Analog zu den anderen Pkw-Baureihen von Mercedes‑Benz hatte auch im Viano die Sprachbedienung LINGUATRONIC Einzug gehalten. Je nach Ausstattungslevel des Fahrzeugs konnten Autotelefon, Radio, CD-Spieler, CD-Wechsler, Kassettendeck, Navigationssystem und Fernseher per Sprachbefehl gesteuert werden. Eine Spracheingabe per LINGUATRONIC gewährleistete, dass die Hände von Fahrer oder Fahrerin bei zahlreichen Bedienfunktionen am Lenkrad bleiben konnten.
Eine völlig neue Errungenschaft war hingegen das für die Fahrzeuge der Viano Baureihe wenige Monate nach der Markteinführung optional erhältliche sogenannte „Rear Seat Entertainment“ (RSE). Realisiert wurde es durch eine im hinteren Fahrgastraum ins Dach integrierte Konsole mit DVD-Abspielgerät, Lautsprechern und elektrisch klappbarem und schwenkbarem 7-Zoll-TFT-Bildschirm, der im Blickfeld aller Plätze in der zweiten und dritten Sitzreihe lag. Das System erlaubte unter anderem die Einbindung unbegrenzt vieler Infrarot-Kopfhörer und war mit einem AV-Videoeingang sowie einer 12‑V-Steckdose ausgestattet. Mithilfe eines Antennensystems war auf Wunsch sogar mobiler Fernsehempfang darstellbar. Für die Steuerung sämtlicher Funktionen des RSE stand eine Infrarot-Fernbedienung zur Verfügung; alternativ konnten entsprechende Tastenfelder in der RSE-Konsole genutzt werden.
Ein Optimum an passiver wie aktiver Sicherheit zu erreichen, war auch bei der Großraumlimousine Viano eines der wichtigsten Entwicklungsthemen gewesen. Die Entscheidung für längs statt, wie beim Vorgänger, quer eingebaute Motoren eröffnete bereits in der Konstruktionsphase die Möglichkeit, die passive Sicherheit im Frontbereich weiter zu verbessern. Wie bei der Vorgängerbaureihe waren die Sitzkonsolen in den Längsträgern und den mit dem Bodenblech verschweißten Querträgern verankert. A-, B- und C-Säulen sowie Seitenwände und hintere Kotflügel, seitliche Dachrahmen und seitliche Schweller ergaben eine stabile Fahrgastzelle, deren Festigkeit auf das hohe Energieaufnahme-Potenzial der mit zwei Deformationsboxen an den vorderen Enden der Längsträger versehenen Vorbaustruktur abgestimmt war.
Ergänzend zu den Dreipunkt-Sicherheitsgurten auf allen Plätzen, gehörten im Viano Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer an den Vordersitzen ebenso zum Serienumfang wie ein Fullsize-Airbag am Fahrerplatz und, je nach Fahrzeugausführung, auch für Beifahrer bzw. Beifahrerin. Auf Wunsch waren darüber hinaus Doppelairbags für die Beifahrerseite und ab Frühjahr 2004 auch Windowbags für die vorne Sitzenden lieferbar; in Verbindung mit optionalen Komfortsitzen waren auch die neuen Thorax-Sidebags zu haben.
Die Fahrwerksauslegung des neuen Viano entsprach konzeptionell – trotz des Übergangs vom Front- zum Heckantrieb und der nun längs eingebauten Motoren – im Wesentlichen der des Vorgängermodells. Vorne kam eine McPherson-Achse zum Einsatz, wobei ein Fahrschemel als tragendes Element über jeweils einen Dreieckslenker die Radführungskräfte aufnahm. Direkt am Federbein angelenkt war ein auf die verschiedenen Fahrzeugvarianten abgestimmter Drehstabstabilisator, der den entstehenden Querkräften entgegenwirkte und damit den Wankwinkel des Karosserieaufbaus begrenzte. Hinten war eine Schräglenkerachse installiert, die nun serienmäßig mit einer Stahlfederung ausgestattet war. Die noch komfortablere Hinterachs-Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung war der Ausstattungslinie AMBIENTE vorbehalten, konnte für die übrigen Modelle aber als Sonderausstattung geordert werden. In diesem Fall war auch an der Hinterachse ein Drehstabstabilisator vorhanden.
Insbesondere beim Fahrverhalten wies der Viano gegenüber der noch als V-Klasse bezeichneten Vorgängergeneration eine Reihe von Vorteilen auf. Der nun längs eingebaute Motor sowie der Hinterradantrieb führten zu einer ausgewogenen Gewichtsverteilung von 50 zu 50 % zwischen Vorder- und Hinterachse, was zu einem besonders harmonischen Handling und merklich verbesserter Traktion bei allen Beladungszuständen führte.
Serienmäßig war der Viano wieder mit einer Vierrad-Scheibenbremsanlage ausgestattet, deren vordere Scheiben innenbelüftet waren. Ebenfalls zum Standardumfang aller Modellversionen zählte das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP®, in das die Funktionen des Antiblockiersystems ABS, der Antriebsschlupfregelung ASR, einer elektronischen Bremskraftverteilung und eines Bremsassistenten integriert waren.
Voluminöser als zuvor fiel die Rad-/Reifenausstattung der Großraumlimousine aus. Bereits in der Basisausführung zählten Felgen der Dimension 6,5 J x 16, die mit Reifen im Format 205/65 bestückt waren, zum Serienumfang. Je nach spezifizierter Ausstattungsline sorgten Leichtmetallräder für eine aufgewertete Optik. Optional standen Reifen der Dimension 225/60 R 16 ebenso zur Wahl wie 7,0 J x 17 Zoll messende Leichtmetallräder mit 225/55-Bereifung.
Antriebseitig waren zunächst die Diesel-motorisierten Viano Modelle auf den neuesten technischen Stand gebracht worden. Zum Marktstart verfügbar waren die Vierzylinder-Versionen Viano CDI 2.0 CDI und Viano CDI 2.2 CDI, die in allen Ausführungen vom erst im Jahr zuvor präsentierten Vierzylinder-Common-Rail-Diesel OM 646 mit Vortrieb versorgt wurden. Das knapp 2,2 Liter große Selbstzünder-Aggregat war eine Weiterentwicklung des in der V-Klasse verwendeten OM 611 und im Viano CDI 2.0 auf 80 kW/109 PS justiert, während es im Viano CDI 2.2 eine Leistung von 110 kW/150 PS lieferte. Das damit jeweils realisierbare Fahrleistungsniveau lag mit Beschleunigungszeiten für den Standardsprint auf 100 km/h von zwischen rund 13 und 16 Sekunden sowie mit Höchstgeschwindigkeiten zwischen knapp 160 und 175 km/h deutlich über dem der Vorgängerbaureihe.
Bei der verfügbaren Palette an Benzintriebwerken hatte man in der Großraumlimousine auf wenig temperamentvolle Vierzylinderaggregate verzichtet und zur Markteinführung stattdessen auf einen in zwei Leistungsstufen angebotenen, großvolumigen Sechszylinder gesetzt, mit dem die Modelle Viano 3.0 und Viano 3.2 souverän motorisiert waren. Vor besonderer Bedeutung aber war, dass dieser Motor dank Längseinbau und Heckantrieb aus dem hauseigenen Fundus bereitgestellt werden konnte und nicht mehr, wie noch bei der Baureihe 638, von Volkswagen übernommen werden musste.
Das V6-Aggregat entstammte der Motorenfamilie M 112, wies einen Zylinderbankwinkel von 90° und in beiden Fällen ein Hubvolumen von 3199 cm³ auf. Im Viano 3.0 stellte es 140 kW/190 PS und im Viano 3.2 als Topversion 160 kW/218 PS bereit. Damit bewegte sich die Großraumlimousine im Fahrleistungsbereich mittlerer Mercedes-Benz Pkw-Baureihen: Der Sprint auf 100 km/h gelang in unter 10 bzw. rund 9 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeiten lagen bei 180 bis 190 km/h. Vergleichsweise genügsam ging das schon seit fünf Jahren in verschiedenen Modellfamilien bewährte Triebwerk mit dem Kraftstoff um: Als durchschnittlicher Normverbrauch wurden 12,5 Liter pro 100 Kilometer angegeben.
In seiner ursprünglichen Form verblieb der Viano 3.2 jedoch nur ein knappes Jahr in der Angebotspalette. Zum Modelljahr 2005, also bereits im Herbst 2004, wurde er vom Viano 3.5 abgelöst, der auf eine 3724 cm³ messende Version des M 112 zurückgriff. Mit einer Leistung von 170 kW/231 PS vergrößerte dieses Triebwerk die Distanz zur bisherigen 3,2-Liter-Ausführung. So motorisiert, erreichte der Viano 3.5 nicht nur die 200-km/h-Marke, sondern punktete dank eines Drehmomentmaximums von 345 Nm vor allem durch sein bemerkenswertes Durchzugsvermögen, das außerdem mit einem Zuwachs an Laufkultur einherging.
Bei den Vierzylinder-Selbstzündern oblag die Kraftübertragung serienmäßig einem manuellen 6-Gang-Getriebe, während die beiden Sechszylinder-Benziner stets mit einer 5-Gang-Automatik ausgestattet waren, die auch für die Dieselmodelle auf Wunsch verfügbar war.
Zur Markteinführung der neuen Großraumlimousine im Herbst 2003 galten zunächst folgende Brutto-Listenpreise – jeweils für die Basisversion TREND in Kompakt-Ausführung: Das Einstiegsmodell, der Diesel-motorisierte Viano CDI 2.0, wurde mit 32.085,60 Euro berechnet, und der Viano CDI 2.2 kostete 33.558,80 Euro. Die beiden Benzinermodelle Viano 3.0 und Viano 3.2 waren mit 38.465,60 Euro bzw. 40.252,00 Euro in der Preisliste verzeichnet. Der rund ein Jahr später lancierte Viano 3.5, der das bisherige Spitzenmodell mit 3,2-Liter-Triebwerk ablöste, wurde anfangs für 41.910,80 Euro angeboten. Die Ausführungen „lang“ und „extralang“ waren zu Mehrkosten in Höhe von jeweils 700,00 bis 800,00 Euro bzw. 1.400,00 bis 1.600,00 Euro gegenüber der Kompakt-Ausführung erhältlich.
Wie schon bei der Vorgängerbaureihe 638, spielte die in Zusammenarbeit mit dem im westfälischen Rheda-Wiedenbrück ansässigen Ausbauspezialisten Westfalia realisierte Reisemobilvariante Marco Polo eine besondere Rolle im Viano Programm. Mit dessen Einführung anno 2003 bildete nun nicht mehr, wie zuvor, der – technisch weitgehend identische – Transporter Mercedes-Benz Vito die Basis für die populäre Campingmobil-Ausführung, sondern die neue Generation der Großraumlimousine.
Das grundlegende Wohnkonzept der serienmäßig ab Werk lieferbaren Marco Polo Version präsentierte sich dabei weitgehend unverändert und umfasste alles, was Reisemobil-Nutzer für einen gelungenen Aufenthalt an Bord benötigten. Vorhanden waren unter anderem ein Aufstelldach mit Bett, eine variable Sitz-/Liegebank im Fond, drehbare Fahrer- und Beifahrersitze, eine Küchenzeile mit Spüle, Abtropffläche, zweiflammigem Gaskocher und Kompressor-Kühlbox mit 40 Liter Volumen sowie diverse Schrank- und Schubladenmodule.
Den erforderlichen Raum für den Wohneinbau bot die in Verbindung mit der Marco Polo Ausführung obligatorische Lang-Version des Viano, deren Außenmaße bis auf einen durch das eingeklappte Aufstelldach bedingten leichten Zuwachs an Fahrzeughöhe identisch mit den Normalversionen blieben und damit weiterhin Garagen- bzw. Tiefgaragen-tauglich waren.
Um es für möglichst breite Zielgruppen attraktiv zu machen, war das Reisemobil mit den gleichen Motorisierungen und Kraftübertragungen lieferbar wie alle anderen Viano Modelle. In gleicher Weise konnte für die Vierzylinder-Versionen optional der permanente Allradantrieb 4MATIC geordert werden.
Neben den serienmäßigen Umfängen der Marco Polo Ausführung und dem speziell zugeschnittenen Ausstattungspaket „Bike“ mit Heckfahrradträger und eigenem Werkzeugset, stand für die Campingmobile auch die weitgehend komplette Auswahl sonstiger Wunschausstattungen bereit – vom Automatikgetriebe für die Vierzylindermodelle, der Hinterachs-Luftfederung sowie den Leichtmetallfelgen mit Breitreifen über die Klimaautomatik, PARKTRONIC und dem Tempomat bis hin zu verschiedenen Soundsystemen und dem – zeitgenössisch so bezeichneten – „Autopilot-System“ COMAND mit modernem TFT-Farbdisplay.
Die Spanne, der im Zuge der Markteinführung ausgewiesenen Brutto-Listenpreise für die Marco Polo Versionen reichte von 37.862,40 Euro für einen mit mechanischem 6-Gang-Getriebe ausgestatteten Viano CDI 2.0 bis zu 46.028,80 Euro, die für einen Viano 3.2 in Rechnung gestellt wurden.
Auf der im September 2004 in Hannover veranstalteten IAA‑Nutzfahrzeuge zeigte Mercedes-Benz die Pickup-Studie Viano Activity, mit der die Vielfalt und Möglichkeiten des Fahrzeugkonzepts ausgelotet und das Publikumsinteresse getestet werden sollte. Optisch nahm das ungewöhnlich als Doppelkabine proportionierte Showcar Anleihen am Offroadbereich, was durch eine markante Bugschürze mit angedeutetem Unterfahrschutz ebenso demonstriert wurde wie durch geriffelte Aluminium-Paneele entlang der Türen und der Bordwände. Den Zugang zum mit nur einer Sitzbank versehenen Fond gewährten breite Schiebetüren, die eine Neuerung im Pickup-Segment darstellten. Dies galt auch für die Variabilität der Ladefläche: War die Gesamt-Fahrzeuglänge im Normalzustand auf die der Viano-Langversion entsprechenden 4993 Millimeter begrenzt, so streckte ein Ausschub am Heck den Viano Activity bei Bedarf auf 5700 Millimeter. Weitere auffällige Merkmale der Studie waren, neben einem Glasschiebedach, vor allem das nach Art einer Heckklappe zu öffnende Fenster in der Fahrerhaus-Rückwand sowie mit Breitreifen bestückte 19-Zoll-Leichtmetallräder.
Die Innenraumgestaltung entsprach dagegen im Wesentlichen der eines Viano Serienfahrzeugs, setzte aber mit einer Lederausstattung im Ton Lavarot farbenfrohe Akzente. Unverändert variabel zeigte sich die Sitzauslegung der Activity Studie: Die vorderen Drehsitze ließen sich mit den Plätzen im Fond zu einer Vierer-Sitzgruppe einschließlich eines ausklappbaren Tisches arrangieren. Als angemessene Motorisierung kam die brandneue 3,7-Liter-Version des bekannten V6‑Benziners mit 170 kW/231 PS zum Einsatz.
Einen bedeutenden Schritt zur Reduzierung von Schadstoffemissionen im Viano Segment unternahm Mercedes-Benz zum Jahresbeginn 2005. Die mit einem Selbstzünderaggregat ausgestatteten Versionen der Großraumlimousine konnten als erste ihrer Art – und zunächst als Sonderausstattung – zusätzlich zum Oxidationskatalysator mit einem Diesel-Partikelfilter ausgerüstet werden. Die Regeneration des Filters erfolgte in bestimmten Abständen durch eine kontrollierte Verbrennung der gefilterten Partikel mithilfe einer auf mehr als 580 °C angehobenen Abgastemperatur.
Als erste wichtige Erweiterung des bekannten Viano Lieferprogramms präsentierte Mercedes-Benz auf der Frankfurter IAA im Herbst 2005 die beiden Dieselmodelle CDI 2.0 und CDI 2.2 – nun serienmäßig mit Oxidationskatalysator und Partikelfilter ausgestattet – auch mit dem permanenten Allradantrieb 4MATIC. Das kompakte und vergleichsweise gewichtig ausgelegte Antriebssystem bediente sich eines direkt am Hauptgetriebe angeflanschten Verteilergetriebes, das die Antriebskraft im Verhältnis 35 % zu 65 % auf Vorder- und Hinterachse verteilte, was im Allradbetrieb fahrdynamische Vorteile mit sich brachte. Anstelle von Differenzialsperren kam auch beim Viano 4MATIC das Elektronische Traktions-System 4ETS zum Einsatz, das bei Traktionsverlust eines oder mehrerer Räder, die jeweils betroffenen automatisch und individuell durch kurze Impulse abbremste und im gleichen Maß das Antriebsmoment an den Rädern mit guter Traktion erhöhte. Das System war in das serienmäßige Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® eingebunden, dessen Regelstrategie speziell an die Verwendung des Allradantriebs angepasst worden war.
Als Kraftübertragung kam anfangs das bei den heckgetriebenen Modellen serienmäßige 6-Gang-Schaltgetriebe zum Einbau. Die zunächst alternativ auf Wunsch verfügbare 5-Gang-Wandlerautomatik wurde aber bereits nach rund einem Jahr zum obligatorischen Ausstattungsmerkmal, sobald der Allradantrieb 4MATIC als Wunschausstattung geordert wurde. Fahrleistungen und Kraftstoffverbrauchswerte der 4MATIC Versionen unterschieden sich nur geringfügig von denen eines heckgetriebenen Viano.
Ungewöhnlich war, dass die beiden Allrad-getriebenen Viano Modelle im Unterschied zu den anderen Pkw-Baureihen von Mercedes-Benz nicht den Rang einer eigenständigen Typvariante besaßen – stattdessen galt die 4MATIC als eine der zahlreich verfügbaren Wunschausstattungen und war in den Preislisten entsprechend aufgeführt.
Ebenfalls auf der IAA 2005 sorgte die Studie Viano X-clusive für Aufsehen. Die Großraumlimousine präsentierte sich dabei als mit V8-Triebwerk ausgestattetes Business- und VIP-Fahrzeug der Top-Klasse. In puncto Fahrdynamik wurden die Grenzen weit nach oben verschoben: Der eingebaute 5,0-Liter-V8 der Motorenbaureihe M 113 beschleunigte den Viano dank einer Leistung von 225 kW/306 PS und einem Drehmomentmaximum von 460 Nm in 6,8 Sekunden auf 100 km/h und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 240 km/h. Eine speziell entwickelte Hochleistungs-Bremsanlage sorgte für angemessene Verzögerungswerte der 2,77 Tonnen schweren Fahrzeugstudie. Aus dem bekannten Aggregate-Baukasten stammten dagegen die von der Limousine E 500 übernommene Kühleranlage und die vom Offroader G 500 stammende 5-Gang-Automatik.
Kongenial zum überlegenen Antriebspaket zeigte sich innen wie außen der optische Auftritt des V8-Viano: Ins Auge fielen der integrierte Spoilersatz vorne und hinten, die sterlingsilber lackierte Kühlermaske, eine blaue LED-Einstiegsbeleuchtung, Chromstäbe an Fensterbrüstung, Schwellerleisten und Heckklappe sowie die ebenfalls im Ton Sterlingsilber gehaltene Dachreling. 18-Zoll-Leichtmetallräder, bestückt mit Reifen der Dimension 245/45, rundeten im Einklang mit einer Fahrwerkstieferlegung um 20 Millimeter das sportliche Gesamtbild ab.
Luxuriös ausstaffiert zeigte sich erwartungsgemäß auch das Interieur des Viano X-clusive. Sitzbezüge sowie Seiten- und Türverkleidungen waren in hochwertigem schwarzem Leder mit Kontrastziernähten ausgeführt, der Dachhimmel in Alcantara. Zum weiteren Ausstattungsumfang der insgesamt sehr seriennahen Studie gehörten unter anderem Multikontursitze vorne, zwei elektrisch betriebene seitliche Schiebetüren, ein auf die Raumgeometrie abgestimmtes Soundsystem, chromgerahmte Instrumente sowie in der Armaturentafel Einleger in dunklem Vogelaugenahorn.
Die nächste Erweiterung der Modellpalette erfolgte zum Frühjahr 2006 durch den auf dem Genfer Autosalon erstmals vorgestellten Viano CDI 3.0. Das neue Topmodell unter den Diesel-motorisierten Versionen der Großraumlimousine war mit dem 3,0-Liter-V6 der im Jahr zuvor in Produktion genommenen Motorenfamilie OM 642 ausgestattet. Das Triebwerk wies mit seiner Vollaluminium-Bauweise, einer Common-Rail-Direkteinspritzung neuester Generation mit Piezo-Injektoren, Vierventiltechnik und vier obenliegenden Nockenwellen alle Insignien modernsten Dieselmotorenbaus auf. Neben seinem Leistungsvolumen von 150 kW/204 PS punktete das Aggregat insbesondere durch sein Drehmomentmaximum von 440 Nm, das zwischen 1600 und 2400/min anlag und im Segment der Großraumlimousinen in Sachen Elastizität und Durchzugskraft neue Maßstäbe setzte. Auch der durchschnittliche Kraftstoff-Normverbrauch von 9,2 Liter pro 100 Kilometer markierte einen Klassenbestwert. Als einzige Kraftübertragung im V6-Selbstzünder fungierte, wie es schon bei den V6-Benzinern der Fall war, das bekannte 5-Gang-Automatikgetriebe. Ein manuelles Schaltgetriebe war für den Viano CDI 3.0 ebenso wenig erhältlich wie der Allradantrieb 4MATIC.
Die Brutto-Listenpreise für den neuen Spitzen-Diesel starteten zum Zeitpunkt seiner Markteinführung im Frühjahr 2006 bei 38.667,44 Euro, die für die Kompakt-Ausführung mit einer Außenlänge von 4748 Millimetern berechnet wurden.
Im Zeichen gesteigerter Motorleistung und Effizienz stand ab Herbst auch der im Viano CDI 2.0 eingesetzte Vierzylinder OM 646. Erstmals im September auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover vorgestellt, profitierte das 2,0-Liter-Aggregat von einer unter anderem durch Piezo-Injektoren auf den neuesten Stand gebrachten Common-Rail-Einspritzung, deren erhöhter Einspritzdruck dem Triebwerk statt der bisherigen 80 kW/109 PS nun zu einer Leistung von 85 kW/116 PS verhalf. In Kombination mit einer etwas länger ausgelegten Endübersetzung, die wenige Wochen später eingeführt wurde, ergaben sich eine leicht auf 163 km/h angestiegene Höchstgeschwindigkeit sowie ein um rund 7 % geringerer durchschnittlicher Norm-Kraftstoffverbrauch.
Ebenfalls in Hannover debütierte mit dem Viano Activity ein erstes Sondermodell der Großraumlimousine. Unter anderem mit dunkel getönter Verglasung im Fond, Leichtmetallrädern im Format 7,0 J x 17, bestückt mit Reifen der Größe 225/55, beleuchteten Ausstiegen und serienmäßiger Metallic-Lackierung ausgestattet, hatte es einen sportlich-luxuriösen Zuschnitt, bot aber auch praktische Vorzüge, wie elektrisch klappbare Außenspiegel und die Einparkhilfe Park¬tronic. Kombiniert werden konnte das Ausstattungspaket nicht nur mit allen Karosserieausführungen und Lines des Viano – einschließlich des Reisemobils Marco Polo –, sondern auch mit allen verfügbaren Motorisierungen.
Ab Februar 2007 bereicherte Mercedes-Benz das Viano Programm erneut durch ein Sondermodell. Unter der Bezeichnung FUNCTION war es mit seinem speziell zusammengestellten Ausstattungspaket insbesondere auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt und erleichterte dank einer Preisgestaltung mit markantem Kundenvorteil den Einstieg in die Welt der vielseitig nutzbaren Großraumlimousine. Erhältlich war die FUNCTION-Ausführung ausschließlich in Kombination mit der Vierzylinder-Dieselmotorisierung als CDI 2.0 oder CDI 2.2.
Das Sondermodell war in den Karosserieformaten „kompakt“ und „lang“ verfügbar, wobei für letztere Version auf Wunsch auch eine zweite Fondsitzbank spezifiziert werden konnte, sodass insgesamt bis zu acht Personen im Innenraum Platz fanden. Der Umfang des speziellen FUNCTION-Ausstattungspakets fasste bestimmende Merkmale der Linien TREND und FUN zusammen. Darüber hinaus standen weitere Verfeinerungen, wie beispielsweise Metallicfarben, die 5-Gang-Automatik oder drehbare Frontsitze, unverändert auf Wunsch bereit. Herausragendes Attribut der FUNCTION-Ausführung war allerdings ihr ausgewiesener Brutto-Listenpreis, der im Fall des CDI 2.0 kompakt mit 29.990,00 Euro nicht nur unterhalb der 30.000-Euro-Schwelle blieb, sondern zum gegebenen Zeitpunkt – trotz der zusätzlichen Umfänge – den des regulären Vergleichsmodells mit TREND Ausstattung um mehr als 10 % unterbot.
Da der Viano bereits seit seiner Einführung auch im Marktsegment der Großraum-Taxis seine Nutzer überzeugt hatte, machte Mercedes-Benz, ebenfalls im Jahr 2007, für diesen Einsatzzweck ein umfangreich dotiertes „Taxi-Spezialpaket“ verfügbar. Dieses ging weit über die Merkmale des bisher schon erhältlichen „Taxi-Pakets“ hinaus und beinhaltete zusätzlich das 5-Gang-Automatikgetriebe, die für drei Personen ausgelegte Komfort-Sitzbank für die erste und zweite Sitzreihe im Fond, eine Fond-Klimaanlage, das Radio Sound 5 mit 2-Wege-Lautsprecher für vorne und hinten sowie eine Sitzheizung für den Fahrersitz. Der Paketpreis betrug 3.000,00 Euro.
Um die Talente des Viano als Zugwagen im Freizeitbereich noch stärker in den Fokus zu rücken, stattete Mercedes-Benz ab Sommer 2007 sämtliche kundenseitig mit Anhängervorrüstung oder Anhängerkupplung georderten Fahrzeuge zur weiteren Steigerung der Fahrsicherheit im Hängerbetrieb serienmäßig mit einer ESP®-Anhängerstabilisierung aus. Das System wirkte, unabhängig von Art und Größe des verwendeten Anhängers, bereits im Ansatz dem Auftreten kritischer Pendelschwingungen mit Hilfe automatischer Bremseingriffe an der Vorderachse entgegen.
Im Spätsommer 2007, passend zum Beginn des Modelljahres 2008, wurde eine tiefgreifende Veränderung im Antriebsbereich des Viano vorgenommen. Als neue Spitzenmotorisierung fungierte nun ein 3,5 Liter großer V6 der 2004 eingeführten Motorenfamilie M 272. Das Aggregat wies zwar, wie sein Vorgänger, einen Zylinderbankwinkel von 90° auf, war aber in zentralen konstruktiven Bereichen wesentlich moderner konzipiert als der M 112. Mit Vierventiltechnik, zwei obenliegenden, variabel verstellbaren Nockenwellen und wesentlich kurzhubiger ausgelegt, bot der V6 trotz geringeren Hubraums ein deutliches Leistungsplus, eine lebhaftere Leistungsabgabe und vor allem mehr Effizienz: Trotz der nun vom neuen Triebwerk bereitgestellten 190 kW/258 PS fiel der durchschnittliche Norm-Kraftstoffverbrauch mit 11,9 Liter auf 100 Kilometer um rund 10 % günstiger aus als beim M 112.
Zu haben war der motorseitig aktualisierte Viano 3.5 ab einem für die Kompakt-Version festgelegten Brutto-Listenpreis von 44.910,60 Euro.
Etwa zum gleichen Zeitpunkt lancierte Mercedes-Benz ein hochdotiertes Sondermodell, das unter der bekannten Bezeichnung Viano X-CLUSIVE unübersehbar Anleihen an der zwei Jahre zuvor auf der IAA gezeigten gleichnamigen Studie mit V8-Triebwerk nahm. Die Serienausführung war wahlweise als CDI 3.0 oder mit dem neuen 3,5-Liter-Benziner sowie in Kompakt- oder Lang-Version zu haben und ähnelte mit speziell entwickeltem Stoßfänger, integrierten Front- bzw. Heckspoilern, den aerodynamisch gestalteten Seitenschwellern und 18-Zoll-Leichtmetallrädern stark der in Frankfurt gezeigten Studie.
Der X-CLUSIVE basierte auf der Design- und Ausstattungslinie AMBIENTE. Zu den Umfängen des Sondermodells gehörten unter anderem eine luftgefederte Hinterachse mit automatischer Niveauregulierung, die Einparkhilfe PARKTRONIC, eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, eine Lederausstattung für die sechs Einzelsitze, das Multifunktions-Lenkrad, den Schalthebel und Teile der Türverkleidungen, Thorax-Sidebags für die beiden vorne Sitzenden, beleuchtete Einstiegsleisten sowie Dekorleisten in dunklem oder hellem Wurzelnuss-Design. Ebenso waren die beiden Metallic-Lackierungen Brillantsilber und Obsidianschwarz im Ausstattungspaket enthalten.
Bis zum Zeitpunkt der traditionellen großen Modellpflege vergingen für die Großraumlimousinen der Baureihe 639 noch weitere rund drei Jahre ohne wesentliche technische oder optische Veränderungen – ein ungewöhnlich langer erster Modellzyklus, der die fortdauernde Modernität des Fahrzeugkonzepts ebenso wie den anhaltenden Käuferzuspruch für den Viano widerspiegelte. Letzteren untermauerte die Fertigungsstatistik, die für die Zeitspanne zwischen dem Produktionsstart 2003 und der Überarbeitung im Sommer 2010 insgesamt rund 115.000 gebaute Fahrzeuge verzeichnete. Der Löwenanteil davon entfiel auf Diesel-motorisierte Modelle, insbesondere die Versionen CDI 2.2 und CDI 3.0.