Mercedes-Simplex Modelle, 1902

Mercedes-Simplex Modelle, 1902

Bereits im Herbst 1901 begann Wilhelm Maybach mit der Entwicklung der verbesserten Nachfolger der ersten Mercedes-Modellgeneration. Die neuen Modelle zeichneten sich durch etwas großvolumigere und leistungsstärkere Motoren sowie eine Reihe von Detailverbesserungen aus, die vor allem die Bedienung erleichterten. Sie erhielten die Bezeichnung "Mercedes-Simplex", wobei der Namenszusatz auf die vereinfachte Bedienbarkeit hinweisen sollte. Die Typenpalette des Jahres 1902 umfaßte Modelle mit 20, 28 und 40 PS.

Der Mercedes-Simplex 40 PS, zusammen mit der 28-PS-Variante im März 1902 erstmals ausgeliefert, dominierte die Woche von Nizza im April 1902 ebenso wie ein Jahr zuvor der erste Mercedes. E.T. Stead siegte im Begrennen Nizza - La Turbie mit einer nochmals erhöhten Durchschnittsgeschwindigkeit von 55,2 km/h.

"Mercedes-Simplex" war in aller Munde und regte niemand geringeren als Kaiser Wilhelm II. zu einem Bonmot an. Auf der Automobil-Ausstellung in Berlin im März 1903 ließ er Wilhelm Maybach wissen: "Ja wunderschön Ihr Motor! Aber, na ganz so simplex ist er ja auch wieder nicht."

Einen der ersten Mercedes-Simplex 40 PS erhielt im März 1902 der amerikanische Milliardär William K. Vanderbilt jr., der auch bereits einen Mercedes 35 PS besaß. Mit dem neuen Mercedes-Topmodell unternahm er im Mai auf der Straße von Ablis nach Chartres einen Rekordversuch. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 111,8 km/h.

Der Wagen von Vanderbilt ist heute, fast 100 Jahre nach seiner Auslieferung, im Besitz des Mercedes-Benz Museums und gilt als ältester noch existierender Mercedes.

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